Die Bergpredigt & die Goldene Regel | Thema (2022)

Aufbau der Bergpredigt - Einer, der auftritt, um das Gesetz zu erfüllen

Der Berg als herausgehobener Ort schafft in antiker Tradition die Szenerie für eine große öffentliche Rede. Mit dem Abstieg nach der Rede sowie Beginn und Ende des Sprechakts wird ein dramatischer Rahmen geschaffen. Die Rede selbst beginnt mit den Seligpreisungen, diese bilden mit den Logien vom Salz der Erde und Licht der Welt eine Einführung in die Thematik der Rede. Sie steht im Zeichen der Forderung nach der Erfüllung von Gottes Weisung und der „größeren Gerechtigkeit“, die der jüdischen Gesetzesbefolgung gegenüber gestellt wird (Mt 5,17–20): Jesus hebt die Gültigkeit von Gesetzen und Propheten nicht auf, er erfüllt sie. Mit der Goldenen Regel in Mt 7,12 („Alles, was ihr wollt, dass euch die Menschen tun, das tut auch ihnen!“) entsteht ein Rahmen für die folgenden Antithesen, die Weisungen Jesu und das Vaterunser. Auf die Goldene Regel folgen die Bildworte von den zwei Wegen, von den falschen Propheten, vom Erfüllen des Willens des Vaters und vom Haus auf dem Felsen. Schließlich lässt der Evangelist die Rede mit einer Beschreibung der staunenden Hörer enden.

Eine inhaltliche und formale Entsprechung findet sich in der „Feldrede“ im Lukasevangelium (Lk 6,17–49): Auch sie enthält Seligpreisungen und die Goldene Regel, verschärft allerdings deutlicher die Gebote Jesu, insbesondere den Aspekt der Feindesliebe.

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Sprachlich zielt die Bergpredigt auf eine existentielle Ergriffenheit des Zuhörers, suggestiv wirken die rhetorischen Mittel des Autors auf das Gewinnen für die Lehre Jesu hin. Der Zweck, den Matthäus dabei verfolgt, ist es, den Leser über das messianische Zeugnis Jesu zur Begegnung mit Gott zu führen: Jesus tritt eben nicht als Schriftgelehrter auf, sondern in der Sicherheit des mit absoluter Vollmacht ausgestatteten Lehrers (Mt 7,29).

Inhalt der Bergpredigt - Über Gottes- und Nächstenliebe

Die ethische Unterweisung Jesu hat drei inhaltliche Schwerpunkte: Alle moralischen Forderungen konzentrieren sich in dem Doppelgebot der Gottes- und Nächstenliebe. Dieses Grundgebot verlangt vom Menschen eine vollständige Erneuerung. Und jene Gesinnung schließlich muss sich im konkreten Tun der Liebe manifestieren.
Seine Lehre trägt Jesus in Gleichnissen und Beispielgeschichten vor, die vom Hörer verlangen, sie in einem Übersetzungsprozess auf das eigene Leben zu übertragen. Auf dem Weg jener doppelten Liebe ist es dann das Gewissen des Einzelnen, das entscheiden muss, wann der Mensch zum Nächsten wird: So schildern die Antithesen exemplarische Verhaltensweisen, die sich dem eigenen Gewissen folgend auf die individuelle Lebenssituation übertragen lassen.

Die Seligpreisungen (Mt 5,3–12) sind gewissermaßen das Tor zur Bergpredigt. Planvoll arrangiert nehmen sie die zentralen Themen der folgenden Rede vorweg. Als zur Zeit Jesu verbreitete Redegattung sind die Makarismen der Bergpredigt einzigartig: Sie versprechen das Heil den heillosen Menschen, unabhängig von jeglicher menschlicher Vorleistung; der Zeitpunkt der Erfüllung dieses Heils ist die Gegenwart: „Selig, die arm sind vor Gott;/ denn ihnen gehört das Himmelreich.“ (Mt 5,3) Die Reich-Gottes Verkündigung Jesu beinhaltet das messianische Zeitgefühl – dass Gottes Verheißungen in der Jetztzeit wahr werden. Die Seligpreisungen konfrontieren den Menschen mit der Umwertung aller Werte, nicht als Ressentiment gegen das Leben und sein alltägliches Glück, sondern als Mahnung und Anfrage an unseren Lebensstil.

(Video) Aufbau und Inhalt der Bergpredigt I Zusammenfassung Seligpreisungen, Antithesen & Goldene Regel

Auch die Antithesen (Mt 5,21–48) bilden von ihrer formalen Struktur her eine eigene Texteinheit. Die einleitende Formel „Ihr habt gehört, dass zu den Alten gesagt worden ist…“ wird mit dem Gegensatz „Ich aber sage euch…“ zum Muster für die Thesen zu Zorn und Versöhnung, zur Ehe und Scheidung, zum Schwören, zur Gewaltlosigkeit und zur Nächsten- und Feindesliebe. Die Botschaft der Antithesen nimmt bei Jesus ihren Anfang und endet im Handeln der Adressaten. So soll sich die überlieferte Botschaft vom Anbruch des Reichs Gottes in der jeweiligen Gegenwart des Lesers und Hörers bewahrheiten – erst wenn diese ihr Leben nach dem Evangelium ausrichten, ist das Überlieferungsgeschehen vollendet. Die Antithesen zeichnen exemplarisch ein vollkommenes christliches Leben, in dem sie Konflikte des menschlichen Alltags mit Wegen der Versöhnung verbinden. Die Vision einer versöhnten Welt nimmt – in der Grundrichtung der jesuanischen Ethik – ihren Lauf von der inneren Heilung des Menschen zu einem umfassend gelungenen Leben in Wort und Tat.

Innerhalb der gesamten Bergpredigt nimmt das Vaterunser die zentrale Stellung ein, sodass diese gewissermaßen zu einem Schlüssel für das Verständnis jenes Gebets wird. Es wird umrahmt von der Darstellung der guten Werke: dem Grundsatz der Gerechtigkeit, der Aufforderung zur Almosengabe, dem richtigen Fasten und dem Beten im Allgemeinen. (Mt 6,1–18). Als vertrauensvolles Bitten in allen Anliegen ist das Gebet nach der Aufforderung Jesu besonders bestimmt von unbedingter Erhörungsgewissheit. Die Anrede „Vater“ ist dabei Zeugnis seiner einzigartigen Nähe zu Gott, dessen Liebe zu jedem einzelnen Menschen Jesus offenbaren will.

Radikale Forderungen des Nazareners

Häufig werden die Forderungen Jesu in der Bergpredigt als „radikal“ bezeichnet: Sie verlangen einen Einsatz, der ein Verhalten gemäß dem Gesetz übersteigt und den Anderen aus unbedingtem Wohlwollen gänzlich als Person anerkennt. Radikal ist dieser Anspruch auch gemäß seiner etymologischen Bedeutung – der Mensch wird in seinem Herzen, der Wurzel allen Denkens, Fühlens und Handeln beansprucht. Der ethische Appell Jesu ist nicht moralisch rigoros: Die Forderung nach Vollkommenheit (Mt 5,48) meint kein Perfektionsideal, sondern vielmehr die vollständige, ungeteilte Nachfolge. Und jene radikale Hingabe an Gott wiederum ist ohne Barmherzigkeit gegenüber den Menschen, dem Nächsten unmöglich. Dies ist das Besondere der von Jesus geforderten Vollkommenheit.

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Die "wahre Gerechtigkeit" Jesu als Kern christlicher Ethik

Auslegungsgeschichtlich hat die Deutung der Bergpredigt im Laufe der Jahrhunderte unterschiedlichste Modelle zur Interpretation des Christseins hervorgebracht. Mit der Übersetzung der Botschaft Jesu in die eigene Gegenwart war meist eine Abschwächung der Forderungen verbunden: Einerseits der Preis, um die irritierende Fremdheit der Bergpredigt zu überwinden und sie im Leben der jeweiligen Adressaten ankommen zu lassen. Andererseits auch Ausdruck der Perspektivenvielfalt, die in dieser Rede schon angelegt ist. So findet in jeder Auslegung ein Aspekt besonderen Ausdruck, der den zeitgeschichtlichen Herausforderungen entspricht. So ist die Bergpredigt Programm eines Christseins, das als Prozess zu verstehen ist, in dem der Einzelne unterschiedlich weit voranschreitet: Ansporn für jeden Gläubigen, diesen Wachstumsprozess zu beschreiten.

Um die zentrale Bedeutung jener Rede für die christliche Moral zu erfassen, muss ihr Verständnis grundsätzlich im Kontext der drei synoptischen Evangelien, die das Reich Gottes ankündigen, erschlossen werden. Die Bergpredigt bildet eine Optionsbasis, deren Interpretation notwendig wird und zu einer eigenen Stellungnahme bewegt. Die „größere Gerechtigkeit“ bedeutet die befreiende Wahrheit Gottes zugunsten des Menschen – ein Grundsatz, der in der Bergpredigt exemplarisch in konkreten Stellungnahmen ausgelegt wird. Dies beinhaltet die Forderung, das Gerechtigkeitskriterium eigenständig anzuwenden: So können die Seligpreisungen auf reale Zustände von Unrecht oder Leid bezogen werden. Die Gottesherrschaft verstanden als absoluter Gegenpol verlangt dann Konsequenzen auf jeder gesellschaftlichen Ebene (vgl. die befreiungstheologische „Option für die Armen“). Die Antithesen können dann als hoher Anspruch nicht vollkommenheitsethisch verfälscht, sondern sozial sensibel verstanden werden. In diesem Sinne fordern auch die Bilder vom „Salz der Erde“ und vom „Licht der Welt“ (Mt 5,13–16) dazu auf, nach dem Prinzip jener „größeren Gerechtigkeit“ die gesellschaftlichen Lebensverhältnisse mitzugestalten.

Auch wenn die Bergpredigt kein politisches Programm für den Umbau der Gesellschaft oder des Wirtschaftssystems enthält, gilt es doch, ein christlich-solidarisches Menschenbild, das eine bessere Welt für alle anstrebt, auch politisch zu verteidigen: Gegen von Menschen geschaffenes Unrecht und für eine menschliche Zukunft von Werten geprägt, die das Zusammenleben stärken. (vgl. N. BLÜM: Verändert die Welt, aber zerstört sie nicht) Gefordert ist ein Christentum der Tat, das ganz konkret Zeugnis für das Reich Gottes ablegt: In der prinzipiellen Scheidung von allem Bösen; im sichtbaren Tun der Nächstenliebe, Solidarität mit den Armen, Dienst am Frieden und dem Einsatz für mehr Gerechtigkeit.

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Eine radikale Hinwendung zu den Aufforderungen der Bergpredigt bedeutet nicht, sämtliche Antworten für das Christsein im Alltag auf dem Silbertablett zu erhalten – vielmehr sind die aufkommenden Fragen und die Verunsicherungen eine Zumutung. Nur in einer Haltung der Bereitschaft, dass die Botschaft der Bergpredigt das eigene Leben von Grund auf verändern kann, wird die Einladung dieser so bildlich aufgezeigten Zukunftsperspektive in ihrer vollen Tragweite wirksam. Auch wenn die Christen unserer Zeit vor ganz anderen Herausforderungen stehen, als die der jesuanischen Lebenswelt, ist dieser Text noch immer voller revolutionärer Impulse, die gleichermaßen für die Gegenwart fruchtbar werden können.

Goldene Regel

Goldene Regel heißt seit dem 18. Jh. eine Kurzformel für eine schon vorchristlich und im Frühjudentum bekannte Lebensweisheit, die im Lukasevangelium lautet: „Und wie ihr wollt, daß euch die Menschen tun, so sollt auch ihr ihnen tun“ (Lk 6, 31), in der Bergpredigt etwas erweitert (Mt 7, 12), ein Spruch, den Jesus in den Kontext von Barmherzigkeit und Feindesliebe gestellt und über die selbstverständliche Forderung nach vernünftiger Gegenseitigkeit erhoben hat. In der neueren ethischen Diskussion wird die Goldene Regel im Sinn eines vernünftigen, niemand schädigenden Interessenausgleichs („regulatives Moment der Wechselseitigkeit“) verstanden und so als Prinzip einer Religionen und Weltanschauungen umfassenden Ethik empfohlen.

FAQs

Die Bergpredigt & die Goldene Regel | Thema? ›

Die goldene Regel bei Matthäus sagt nun, dass ich mit diesem Guten bei den Anderen beginnen soll. Alles, was ihr wollt, dass es euch die Leute tun, das tut auch ihr ihnen. Nicht zufällig stellt Matthäus diesen Leitgedanken für ethisches Handeln an den Schluss der Gesetzesauslegung Jesu in der Bergpredigt.

Was sagt die Goldene Regel aus? ›

Du kennst die Goldene Regel vielleicht so: „Was du nicht willst, das man dir tu, das füg auch keinem andern zu. “ Das bedeutet: Behandle alle anderen Menschen so, wie du gerne behandelt werden willst. Die Goldene Regel taucht in den großen Religionen Christentum, Islam, Judentum, Buddhismus und Hinduismus auf.

Was ist die Botschaft der Bergpredigt? ›

Jesus will seinen Zuhörern sagen, das Leben gelingt denen, die unter der Ungerechtigkeit der Welt leiden und lieber selbst Unrecht leiden als Unrecht tun. Das Leben gelingt denen, die auf Gott warten können, weil sie wissen, er hat das letzte Wort.

Wo findet man die Goldene Regel in der Bibel? ›

Im Alten Testament der Bibel steht die Goldene Regel unter Tobias 4,16: 'Was du nicht willst, das man dir tue, das tue einem anderen auch nicht!

Für wen war die Bergpredigt? ›

Für ihn richtet sich die Bergpredigt eben nicht nur an den Jüngerkreis, sondern an das zu sammelnde Israel, das in diesem Augenblick noch zu entscheiden hat, ob es seiner Berufung als Volk Gottes gerecht wird.

Was ist die Goldene Regel für Kinder erklärt? ›

Als Grundlage gilt die goldene Regel der Gegenseitigkeit : „Was Du nicht willst, das man dir tut, das füg' auch keinem anderen zu. “ Diese goldene Regel findet sich in allen Religionen in verschiedenen Varianten wieder.

Was verkündet Jesus in der Bergpredigt? ›

Die Bergpredigt (lateinisch oratio montana; auch Bergrede) ist ein Textabschnitt des Matthäusevangeliums (Mt 5,1–7,29) im Neuen Testament (NT), in dem Jesus von Nazaret seine Lehre verkündet. Den ihm auf den Berg gefolgten Jüngern legt Jesus den in der Tora offenbarten Willen Gottes neu aus.

Was will uns Jesus mit der Bergpredigt sagen? ›

Zur zentralen Botschaft Jesu gehören das jüdische Liebesgebot und die Bergpredigt. Das Doppelgebot der Liebe (Matthäus 22,37-40) lautet: „Du sollst den Herren, deinen Gott lieben aus deinem ganzen Herzen und mit deiner ganzen Seele und aus deinem ganzen Denken und aus deiner ganzen Kraft.

Wie heißt der Berg der Bergpredigt? ›

Der Berg der Seligpreisungen (engl.: Mount of Beatitudes, hebr.: הר נחום) ist eine wichtige christliche Stätte am Nordrand des Sees Genezareth in Israel. Der Hügel gilt nach christlicher Überlieferung als Ort der Bergpredigt Jesu, was in historischer Hinsicht jedoch eher unwahrscheinlich ist.

Warum wird die Goldene Regel so genannt? ›

Und Rabbi Hillel, ein älterer Zeitgenosse Jesu, sieht in dieser Norm die gesamte Thora auf den Punkt gebracht. Dieses Sprichwort wird also deshalb „Goldene Regelgenannt, weil es ein essentielles Ethos formuliert: eine Kurzfassung und Zusammenfassung dessen, wie Menschen sich benehmen bzw. nicht benehmen sollten.

Kann man die Bergpredigt wörtlich nehmen? ›

Wir können die Bergpredigt weder im ganzen noch in ihren Einzel- aussagen richtig verstehen, wenn wir außer acht lassen, dass sie aus der Verkündigung Jesu heraus entstanden ist. Die Verkündigung Jesu fing mit der programmatischen Feststellung an: Die Zeit ist erfüllt, das Reich Gottes ist nahe.

Wann gilt die Goldene Regel? ›

Durch Einsatz eines Kraftwandlers muss man oft weniger Kraft aufbringen, diese aber dann entlang eines längeren Weges. Das Produkt aus Kraft (entlang des Weges) und Weg ändert sich nicht beim Einsatz eines Kraftwandlers. Physikalische Arbeit kann nicht "gespart" werden.

Was ist die Goldene Regel im Christentum? ›

„Erstens sollst du Gott lieben, der dich geschaffen hat, zweitens deinen Nächsten wie dich selbst; alles aber, was du willst, dass es dir nicht geschehe, das tue auch du keinem anderen.

Was ist die Goldene Regel bei Jungs? ›

3. Goldene Regel: Wir dürfen helfen. Um anderen den Rücken zu stärken, halten wir uns im Hintergrund: Die Goldenen Jungs hören genau zu, wo ihre Hilfe gebraucht wird, und bieten Unterstützung, ohne sich in die Projektarbeit einzumischen.

Warum steht das Vater unser im Zentrum der Bergpredigt? ›

Matthäus 6

Dort steht das Vaterunser in der Mitte der Bergpredigt, die als Lehre Jesu seinem heilvollen Handeln vorangestellt ist (Mt 5,1f). Die Formulierung des Vaterunsers lässt Jesu Lehre vom Beten (Mt 6,5–15) konkret werden.

Wo und von wem wurde die Bergpredigt gehalten? ›

Nach christlicher Überlieferung handelt es sich dabei um den Ort, an dem Jesus von Nazaret die Bergpredigt (Mt 5–7) gehalten hat, die mit den Seligpreisungen („Selig sind, ...“) beginnt (Mt 5,3–12).

Was wollte Jesus erreichen? ›

Jesus: ein Bildergeschichtenerzähler

Mit den Gleichnissen wollte er ihnen und anderen Menschen im Land etwas über Gott beibringen und auf das Reich Gottes aufmerksam machen. Die Menschen sollten dabei erfahren, wie Gott ist, was er ihnen schenken will und dass er dazu auch die Menschen braucht.

Warum wird die Goldene Regel so genannt? ›

Und Rabbi Hillel, ein älterer Zeitgenosse Jesu, sieht in dieser Norm die gesamte Thora auf den Punkt gebracht. Dieses Sprichwort wird also deshalb „Goldene Regelgenannt, weil es ein essentielles Ethos formuliert: eine Kurzfassung und Zusammenfassung dessen, wie Menschen sich benehmen bzw. nicht benehmen sollten.

Wie du willst das man dir tut? ›

In der Bibel kommt die Goldene Regel in zwei Varianten vor, in einer aktiven und in einer passiven: „Alles nun, was ihr wollt, das euch die Leute tun sollen, das tut ihnen auch! “ (Matthäus 7,12) und „Was du nicht willst, das man dir tu, das füg auch keinem andern zu. “ (Tobias 4,16).

Wie du behandelt werden willst? ›

„Behandle andere nicht, wie du möchtest, dass sie dich behandeln. Ihr Geschmack könnte nicht derselbe sein. “ Die goldene Regel sei, dass es keine goldenen Regeln gebe.

Was hat die Goldene Regel mit einer Waage zu tun? ›

Zuerst durch Überlegen und dann mit Hilfe einer Waage sollen die Schüler/innen herausfinden, welche Döschen zusammen gehören. Ist die Waage im Gleichgewicht, so haben sie ein Verhalten gefunden, das zur goldenen Regel passt.

Wo kann man die Goldene Regel anwenden? ›

Die Goldene Regel: Eine Regel für andere Menschen Wenn man möchte, dass der andere glücklich ist, sollte man sich in seine Lage versetzen können. Diese Regel gilt immer und überall.

Was bedeutet was du nicht willst das man dir tut? ›

Sagt man dafür, dass jemand andere Menschen s behandeln sollte, wie er selbst gerne von anderen behandelt werden würde. Die Aussage des Sprichworts kann auch negativ formuliert werden: Sagt man dafür, dass jemand anderen Menschen keine Dinge antun sollte, mit denen er selbst nicht konfrontiert sein möchte.

Wo ist die Bergpredigt zu finden? ›

Die Bergpredigt (lateinisch oratio montana; auch Bergrede) ist ein Textabschnitt des Matthäusevangeliums (Mt 5,1–7,29) im Neuen Testament (NT), in dem Jesus von Nazaret seine Lehre verkündet. Den ihm auf den Berg gefolgten Jüngern legt Jesus den in der Tora offenbarten Willen Gottes neu aus.

Was haben die Goldene Regel und der kategorische Imperativ gemeinsam? ›

Die Goldene Regel und der Kategorische Imperativ sind verschiedene moralische Handelsprinzipien. Während die Goldene Regel sich allerding auf die Wünsche des Individuums fokussiert, legt der Kategorische Imperativ den Fokus auf die Allgemeingültigkeit der moralischen Handlung.

Was ist die Goldene Regel bei Jungs? ›

3. Goldene Regel: Wir dürfen helfen. Um anderen den Rücken zu stärken, halten wir uns im Hintergrund: Die Goldenen Jungs hören genau zu, wo ihre Hilfe gebraucht wird, und bieten Unterstützung, ohne sich in die Projektarbeit einzumischen.

Was ist das Ideal der christlichen Nächstenliebe? ›

Zeugnis (Martyria) ist die tätige Nächstenliebe (griech.: Diakonia, lat.: Caritas) einer der drei Grundvollzüge christlicher Gemeinde. Nach christlichem Verständnis wird jemand, der Gottes Liebe und Zuwendung erfahren hat, diese nicht für sich behalten, sondern er wird sie an andere Menschen weitergeben.

Was hassen Waage Frau? ›

Die Waage-Frau hasst es, eine Entscheidung treffen zu müssen, da jede Entscheidung für etwas auch eine Entscheidung gegen etwas ist. Deshalb bleibt die Waage-Frau, die eine super Vermittlerin ist, oft im Hintergrund, wo sie heimlich und überaus geschickt die Strippen zieht, ohne jemandem auf die Füße zu treten.

Wann gilt die Goldene Regel? ›

Durch Einsatz eines Kraftwandlers muss man oft weniger Kraft aufbringen, diese aber dann entlang eines längeren Weges. Das Produkt aus Kraft (entlang des Weges) und Weg ändert sich nicht beim Einsatz eines Kraftwandlers. Physikalische Arbeit kann nicht "gespart" werden.

Sind Waagen sehr emotional? ›

Die Waage erscheint zunächst sehr freundlich und sensibel. Wer sie näher kennenlernt, erkennt, dass das nur eine Fassade für die Mitmenschen ist, hinter der sich tiefe Gefühle und emotionale Abgründe verbergen. Die oberflächliche Nettigkeit setzt die Waage ein, um niemanden wirklich an sich ranlassen zu müssen.

Videos

1. Die Bergpredigt Jesu Christi
(follow Jesus)
2. DIE GOLDENE REGEL: LÖSUNGSVIDEO. Vor- & Nachteile einfach erklärt! Amodo, Philosophie begreifen!
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3. Die goldene Regel
(Siegfried Fietz)
4. Bergpredigt Teil 6 - Die goldene Regel des Lebens
(Christus Centrum Troisdorf)
5. Die Goldene Regel
(Bibel Werkstatt)
6. Gottesdient 10.04.2022 - Bergpredigt: Goldene Regel
(Kirche am Flugplatz)

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Author: Pres. Lawanda Wiegand

Last Updated: 06/17/2022

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