DER RÜCKEN. boni-center wird 50 Jahre alt. Prof. Dr. Bergbauer feierlich verabschiedet. Von einem, der Wittener Medizingeschichte schrieb: - PDF Kostenfreier Download (2022)

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1 - - - KOSTENLOS ZUM MITNEHMEN Für Witten und Bochum-Langendreer Nr.4 / DER RÜCKEN Vom Kaufhaus zum modernen Lebensmittler: boni-center wird 50 Jahre alt Seiten 6 u. 7 Von einem, der Wittener Medizingeschichte schrieb: Prof. Dr. Bergbauer feierlich verabschiedet Seite 22 u. Editorial

2 Professionelle Hilfe bei Rückenschmerzen Das Zentrum für Wirbelsäulenchirurgie und Schmerztherapie ist Teil des Zentrum für Orthopädie und Unfallchirurgie der St. Elisabeth Gruppe Katholische Kliniken Rhein-Ruhr Wir decken das gesamte therapeutische Spektrum bei Erkrankungen, Schmerzsyndromen und Unfällen der Hals-, Brust- und Lendenwirbelsäule bei Kindern und Erwachsenen ab Mehr als schmerztherapeutisch-interventionelle Maßnahmen und über durchgeführte Operationen jährlich belegen unsere Erfahrungen Sprechen Sie uns an! Standorte St. Anna Hospital Herne Hospitalstr Herne Fon Marien Hospital Witten Marienplatz Witten Fon Marien Hospital Herne Universitätsklinikum der Ruhr-Universität Bochum Hölkeskampring Herne Fon

3 WITTEN transparent - 3 EDITORIAL Mit Prof. Dr. Martin Bergbauer hat ein ganz großer Wittener Arzt die medizinische Landschaft Wittens, die er selbst nachhaltig mitgestaltet hat, verlassen. Seine mehrfach ausgezeichnete Kardiologie hat dem Marien Hospital, und somit auch Witten, einen überörtlichen Ruf eingebracht. Dass Wittens Medizin aber schon vor seiner Tätigkeitsaufnahme am Marien Hospital nur so vor Selbstbewusstsein strotzte, musste er als junger Arzt erfahren. Die damit zusammenhängende Anekdote ist eine von vielen, die anlässlich der feierlichen Verabschiedung Prof. Dr. Bergbauers zur Sprache kamen. Das medizinische Selbstverständnis der niedergelassenen Wittener Ärzte begegnete ihm damals in Person von Dr. Frank E. Koch, dem Sprecher der Wittener Ärzteschaft. Und der verblüffte den damals jungen Chefarzt mit folgender Aussage: So, so. Sie sind also der Neue am Marien Hospital. Was wollen Sie da eigentlich? Was das Marien Hospital bietet, erledige ich doch schon hier mit meiner Praxis Jahre nach dieser Aussage von Dr. Koch freute sich Prof. Dr. Bergbauer, dass er anlässlich seiner Abschiedsfeier in aller Bescheidenheit aber doch mit Sicherheit die Behauptung aufstellen konnte, dass das Leistungsspektrum des Marien Hospitals nunmehr doch das der Praxis Koch etwas übersteige. Und er, Prof. Dr. Bergbauer, habe daran mitgewirkt. Dr. Koch, der unter den Festgästen weilte, hat erstmal nicht widersprochen... Als Leiter der Medizinischen Klinik am Marien Hospital (Innere Medizin) legte Prof. Dr. Bergbauer den Schwerpunkt auf Volkskrankheiten wie Lungenerkrankungen und Magen-/Darmerkrankungen. Um eine Volkskrankheit, sogar um die Volkskrankheit Nr. 1, geht es auch in dieser Ausgabe von Witten transparent. Ich hab Rücken, so sagt der Volksmund, wenn er auf Leiden in diesem Bereich aufmerksam machen will. Genauso betitelten wir auch eine Ausgabe im Januar Das Thema ist nach wie vor aktuell, so dass wir es erneut aufgegriffen haben. Nach sieben Jahren sind zum Thema Rücken einige neue Aspekt hinzugekommen. Aber sehen Sie selbst! Eine interessante Lektüre wünscht Ihnen Ihr Olaf Gellisch Impressum Verlag: Dienstag, 12. Juni Verlag Olaf Gellisch - Somborner Str. 2a Bochum - Tel / Redaktion: Olaf Gellisch (verantwortlich) In Kooperation mit dem Ärzteverein Witten e.v. Mitarbeiter/innen dieser Ausgabe: PD Dr. Sebastian Rütten, Dr. Michael Luka, Martina Aschke, Prof. Dr. Andreas Wiedemann, Prof. Dr. Sven Schiermeier, Andrea Lau, Dr. Henning Retzgen, Marcon Mohrmann, Claudia Bartschek, Dr. Rita Wietfeld Anzeigen: Verlag Olaf Gellisch (verantwortlich) faircom / Bernd Dobner Satz und Gestaltung: Verlag Olaf Gellisch Druck: Strube Druck und Medien GmbH, Felsberg Es gilt die Anzeigenpreisliste von Nr. 1 von September Namentlich gekennzeichnete Artikel spiegeln nicht unbedingt die Meinung der Redaktion wider, sondern grundsätzlich die der namentlich genannten Autoren. Für unverlangt eingesandtes Text- und Bildmaterial sowie für Datenträger wird keine Haftung übernommen. Witten transparent erscheint jeweils monatlich in Witten und in Bochum-Langendreer. Ambulante Pflege 4 Alten- und Krankenpflege 4 Alle Leistungen aus der Pflegeversicherung 4 Beratung zu Pflege und Betreuung Tagespflege 4 Teilstationäre Pflege 4 Mo bis Fr 8:00 16:00 Uhr 4 Seniorengerechte Bewegung und Beschäftigung 4 Frisch zubereitete Mahlzeiten Essen auf Rädern 4 Vielfältige Menüauswahl 4 Täglich frisch zubereitet 4 Verzehrwarm ausgeliefert 4 Flexible Bestellmöglichkeit auch online Station Stockum ( Tagespflege ( Station Herbede ( 71318

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5 ANZEIGE WITTEN transparent - 5 Zwei Jahre am neuen Standort Hauptstraße in Langendreer-Wilhelmshöhe: Hagebaumarkt Ziesak hat mittlerweile ein überörtliches Einzugsgebiet Als Partner des Handwerks etabliert Als sich vor fast genau zwei Jahren neben Oberbürgermeister Thomas Eiskirch noch viele weitere Gäste zur Eröffnung des größten Baumarktes des Ruhrgebietes in Langendreer einfanden, war es noch der Wunsch der Familie Ziesak, dass sich ihr Baumarkt am neuen Standort, auf dem ehemaligen Gelände der Zeche Bruchstraße, etablieren möge; dass er mehr Kunden noch als am Wallbaumweg ansprechen und bedienen möge, und dass sich alle weiteren Hoffnungen, die in die Planungen dieses riesigen Projektes gesteckt wurden, erfüllen mögen. Nach nunmehr zwei Jahren zeigt sich, dass der richtige Weg eingeschlagen wurde. Was sich bereits zum einjährigen Bestehen andeutete, hat sich im Folgejahr noch mehr verdeutlicht: Der Hagebaumarkt Ziesak ist bei den Kunden angekommen, nicht nur bei den alt-angestammten, sondern auch bei vielen neuen. Marktleiter Tom Sattler: Wir können feststellen, dass sich unser Einzugsgebiet deutlich vergrößert hat. Immer mehr Kunden kommen aus den umliegenden Orten wie z.b. Castrop, Witten und zunehmend auch aus Dortmund. Und noch ein Trend ist offenkundig: Der Baustoff-Drive-in wird in immer stärkerem Maße von Profi-Handwerkern genutzt. Hier scheinen Angebot, logistische Vorzüge eines Drive-ins sowie die verkehrsgünstige Lage des Baumarktes dem örtlichen Handwerk in die Karten zu spielen. Darum hat der Hagebaumarkt seit Anfang des Jahres eine weitere Karte fürs Profi- Handwerk ins Spiel gebracht: Die Profi-Card, die den gewerblichen Profis gleich 10% Rabatt bietet. Darüber hinaus finden regelmäßige Befragungen der Handwerker statt. Sie sollen sagen, wie ihnen das Sortiment zusagt und wo sie ggf. Defizite sehen. Die daraus resultierenden Erkenntnisse bilden die Basis für die kontinuierliche Sortimentsoptimierung des Drive-in-Bereichs. Was die Sortimentserweiterung im Bereich für den professionellen Bedarf anbelangt, ist noch einiges zu erwarten. So z.b. die schon im letzten Jahr angekündigte Beton-Tankstelle. Sie kommt, sagt Tom Sattler, es müssen allerdings noch einige Details geklärt werden. Ähnliches gilt für die Erweiterung der Schüttgüter- Boxen. Dieses sehr gut angenommene Angebot soll um weitere 24 Boxen ausgeweitet werden. Das sei beschlossene Sache, man überlege nur noch, wo genau man diese platzieren soll, da es dafür verschiedene Optionen gibt. Dieser Bereich steht in einem idealen Zusammenspiel mit dem ebenfalls dort angesiedelten Lust auf Garten? Das Floraland-Gartencenter im Hagebaumarkt Ziesak (hier mit Marktleiter Tom Sattler) hat viel für die Gartengestaltung zu bieten. Werkzeug- und Maschinen- Verleih Boels. Tom Sattler: Das wird sehr gut angenommen. Hier können die Baustoffe erworben werden, und ggf. erforderliche Maschinen bis hin zum Bagger können direkt nebenan geliehen werden. Dass nicht nur Handwerker, sondern zunehmend auch private Kunden von jenseits der Stadtgrenzen kommen, führt Tom Sattler u.a. auf den guten Ruf des Hauses zurück: Mund-zu-Mund- Propaganda. Und der gute Ruf des Hauses basiert nicht allein auf dem Sortiment, sondern so nimmt man an auch auf der Präsentation desselben. Tom Sattler: Man hat jetzt einfach mehr Platz, um z.b. Möbel und Gartenmöbel anschaulich zu demonstrieren. Es macht einfach Spaß, sich das anzuschauen und ggf. auch auszuprobieren. Auch das wird vom Kunden honoriert. So viel Platz macht natürlich auch Lust auf weitere Aktivitäten. Einiges ist geplant: So z.b. ein Weber-Grill-Event (der Name sagt, worum es geht) und ein Fußball-Probetraining für Kinder mit der VfL Bochum-Fußballschule. Übers ganze Jahr verteilt wird es noch unterschiedliche Produktvorführungen geben, und am Jahresende, kurz vor Silvester, das traditionelle Feuerwerk, bei dem die später im Baumarkt erhältichen Feuerwerkskörper eindrucksvoll vorgestellt werden. Im vergangenen Jahr hatte diese Veranstaltung Volksfestcharakter. Aber all das Positive kann nicht darüber hinwegtäuschen, dass eben noch nicht alles fertig ist auf dem riesigen Gelände, auf dem sich der Baumarkt befindet. Hierzu ist zu sagen: Auch Rom wurde nicht an einem Tage erbaut. Die Aral-Tankstelle ist mittlerweile auch realisiert worden und bietet ihren Kunden eine übersichtlichere und günstigere Erreichbarkeit als noch am alten Standort. Im Gespräch waren aber auch noch eine Autowaschanlage zum Selberwaschen, ein Fastfood- Restaurant, ein Getränkehandel und ein Discounter. An diesen Vorhaben hält die Familie Ziesak nach wie vor fest; aus verschiedenen, auch bürokratischen Gründen können aber noch keine verbindlichen Aussagen hinsichtlich der Realisierung getroffen werden. Eine erste Anlaufstelle ist der neue Hagebaumarkt Ziesak in Langendreer auch für das örtliche Handwerk geworden. Mit der Proficard trägt das Unternehmen diesem Umstand Rechnung und geht auf die Handwerker mit Sonderrabatten zu.

6 6 - WITTEN transparent Vieles hat sich geändert, der Name nicht: 50 Jahre boni-center Von einem Kaufhaus im Stil der 60er Jahre bis hin zu einem der modernsten Lebensmittler entwickelte sich das boni-center binnen der 50 Jahre seines Bestehens. Dass das boni-center überhaupt ein für jedermann zugängliches Geschäft geworden ist, ist den Wittener Bürgern selbst zu verdanken als Großhandelslager von Ernst Theodor Körner gegründet, wurde dieses Geschäft ein Jahr später in einen Verbrauchermarkt umgewandelt. Als Grund wird in der Chronik des boni-centers genannt, dass viele Wittener an Ernst Theodor Körner den Wunsch herangetragen hatten, auch in dem Geschäft kaufen zu dürfen. Dem Wunsch entsprach der Geschäftsmann gerne, und er sollte es nicht bereuen. Die frühen Jahre Elektroartikel, Lederwaren, Schuhe, Textilien, Schmuck und vieles mehr gehörten zum Sortiment des frühen boni- Centers. Auch Lebensmittel gehörten zum Sortiment. Das Kaufhaus am Rande der Innenstadt wurde sehr schnell äußerst gut von der Wittener Kundschaft angenommen. Das Sortiment wurde ständig erweitert. In den späten 70er Jahren gab es dort auch eine Spielwaren- und Schreibwarenabteilung sowie Blumen und auch ein Reisebüro. Die Trennung zwischen der Lebensmittelabteilung und dem übrigen Sortiment war für die damalige Zeit klassisch und auch in vielen anderen Kaufhäusern der Umgebung wiederzufinden: Im Untergeschoss fanden die Lebensmittel Platz, alles andere darüber. Schon damals gab es im Lebensmittelsortiment Artikel der Rewe Dortmund. 50 Jahre gibt es das Wittener boni-center Durch diesen Eingang (bzw. seinen baulichen Vorläufer) dürften schon Generationen von Wittenern gegangen sein. Aber nicht nur Wittener. Aufgrund seines vom Begründer Ernst Theodor Körner von Anfang an realisierten Konzeptes des eigenen Einkaufs, zu dem später das Hauptsortiment von Rewe kam, erlangte das boni-center schon sehr früh einen Ruf als attraktiver Lebensmittler mit einer ungewöhnlich großen Sortimentsvielfalt, der Kunden von jenseits der Stadtgrenzen anzog, vor allen Dingen aus dem benachbarten Bochum-Langendreer und den nahegelegenen Dortmunder Stadtteilen. Die Firmenphilosophie von der Attraktivität dank Sortimentsgröße, -tiefe und -qualität wurde mit der Übernahme durch akzenta im Jahr 2017 sogar noch intensiviert. Innovationen und Wandel in den 80er Jahren 1981 übernahmen Karl-Heinz Blumberg, Hans Löbbert und Manfred Welzel das boni- Center, und Manfred Welzel wurde gleichzeitig Marktleiter. Damals schon mit im Boot waren die beiden späteren Geschäftsführer und Inhaber Fleischermeister Dieter Bulitz und als stellvertretender Marktleiter Gerfried Scholz. Zu diesem Zeitpunkt setzte die Phase der verstärkten Modernisierungen, Sortimentserweiterungen und auch Innovationen ein. Ulrich Mazurek, Geschäftsführer der Wuppertaler akzenta GmbH & Co.KG, die das boni-center im Jahre 2017 übernommen hat, hat damals auch im boni-center erste Berufserfahrungen sammeln können. Er erinnert sich an diese Zeit, in der es Sortimentserweiterungen in verschiedenen Abteilungen gab, vor allem aber im Lebensmittelbereich. Durch die Paarung des Rewe-Sortiments mit dem eigenen Einkauf wurde eine Sortimentsvielfalt und auch -tiefe geschaffen, die dem boni-center zu dem Ruf verhalfen, (damals) die größte Lebensmittelauswahl des Ruhrgebietes zu haben. Nirgends im Umkreis gab es so viele Sorten z.b. Senf, Essig und Honig wie im boni- Center. Auch Feinkostliebhaber wurden hier fündig und nahmen dafür auch weitere Wege in Kauf. Und dazu passend gesellte sich ein nie dagewesenes Konzept, das von Fleischermeister Bulitz und seinem Partner auf den Weg gebracht wurde: Eine eigene Fleischerei im Supermarkt und zwar eine, die selbst produziert! Damit war ein Novum geboren, das dem boni-center zu weiterem hohen Ansehen und auch zu Kundenströmen verhalf, deren Herkunftsorte nicht selten weit hinter den Wittener Stadtgrenzen lagen. In dieser Zeit wurde der herausragende Ruf des boni-centers begründet, denn was den Chefs stets am wichtigsten war, war die Qualität; erst dann kam die Vielfalt: Mitte der 80er Jahre zählte das Sortiment Artikel. Vom Selbstbewusstsein und -verständnis, in Witten in Sachen Lebensmitteleinzelhandel der unangefochtene Platzhirsch zu sein, brachte das boni-center sogar Eigenmarken heraus, wie z.b. den Wittener Stadtkaffee, Wittener Kräuterlikör und Ruhrwasser (Sekt) um nur einige zu nennen. Aufbruch aus räumlicher Beengtheit in den 90er Jahren Mitte der 90er Jahre begann ein langer Um-

7 WITTEN transparent - 7 bauprozess, der die gesamte boni-immobilie betraf. Die räumliche Aufteilung war nicht mehr zeitgemäß. Ziel war es, mittels Umbau das Sortiment auf eine Ebene zu bringen und das gesamte Ambiente moderner und kundenfreundlicher zu gestalten. Dazu wurde das Getränke-Center ausgelagert und bekam einen eigenen, mit dem Pkw gut zu erreichenden Standort an der Schlachthofstraße. DAS NEUE boni-center eröffnet 2002 Am 5. November 2002 wurde die Vision der Geschäftsführer Bulitz und Scholz Realität: Das boni-center eröffnet mit der größten Lebensmittelauswahl des Ruhrgebietes auf einer Ebene. Dazu eine in der Vorkassenzone mit Sitzcafé, Lotto und Zeitschriften, Bäckerei und Aktionsfläche sowie weiteren Geschäften (Blumen, Boutique) im Außenbereich. Vis a vis, auf der anderen Seite der Schlachthofstraße, wurde u.a. ein weiterer großer Parkplatz angelegt. Außerdem siedelten sich dort u.a. eine Sparkassenfiliale, eine Apotheke, sowie Dienstleister und Therapeuten an. Der gesamte boni-komplex hatte sich zu einem kleinen Zentrum außerhalb des Stadtzentrums bzw. an dessem Rand entwickelt. Forcierte Qualitätsoffensive im neuen Jahrtausend Wohlwissend um den Umstand, dass im schnelllebigen Geschäftsdasein der gute Ruf immer aufs neue erkämpft werden muss, beteiligte sich das boni-center in den Folgejahren sehr erfolgreich an zahlreichen branchenspezifischen Wettbewerben. Hier gab es manche Auszeichnung und Anerkennung. So z.b. dafür, dass das boni- Center schon sehr zeitig den Trend hin zu Lebensmitteln aus biologischem Anbau erkannte. Das Sortiment wurde soweit aufgestockt, dass es zu fast alle konventionellen Produkten aus dem Lebensmittelbereich Alternativen aus dem Bio-Bereich gab. Das boni-center führte darüber hinaus viel beachtete Veranstaltungen zum Thema Bio durch. Inhaber-Wechsel im Jahre 2017 Gerfried Scholz und Dieter Bulitz verabschiedeten sich im Jahre 2017 in den Ruhestand. Einen Nachfolger fanden die beiden in der akzenta GmbH & Co.KG, einem mittelständischen Lebensmittler, der mit einem dem boni-center ähnlichen Konzept sehr gut im Geschäft ist und sein Hauptbetätigungsfeld im Bergischen hat. Doch die Welt ist klein: Einer der Geschäftsführer ist wie erwähnt der Wittener Ulrich Mazurek, so dass das boni-center doch irgendwie in Wittener Hand geblieben ist. Anders als bei bei anderen Geschäften, hat die akzenta-geschäftsführung im Wittener Fall davon Abstand genommen, das boni-center in akzenta umzubenennen. Den Wittenern sollte und soll ihre boni-center erhalten bleiben, wenn auch mit einigen Änderungen. Die Gegenwart Die für den Kunden wohl augenfälligste Veränderung, die seit der Übernahme durch akzenta vollzogen wurde, ist sicherlich die Shushi-Bar, die inmitten des boni-centers platziert wurde und sich steter Nachfrage und Beliebtheit erfreut. Aber auch was das Sortiment anbelangt, gab es Neuerungen: Die akzenta hatte eine 50% größere Sortimentsvielfalt als das boni-center. Dessen Sortiment wurde seit der Übernahme behutsam aufgestockt. So etwa um die 20%, sagt Ulrich Mazurek. Ein Schwerpunkt lag dabei auf dem Ausbau des Bio-Bereichs und einer weiteren Spezialisierung desselben auf vegane Sortimente. Aber auch im konventionellen Bereich wurde hier und dort aufgestockt, neue Lieferanten kamen ins Spiel, die Produktvielfalt wurde ausgedehnt. Im Fleischbereich sind internationale Spezialitäten hinzugekommen, wie z.b. US-amerikanisches Rindfleisch, was sicherlich des Freunden des gepflegten kulinarischen Grillens in die Karten spielt. Technisch aufgerüstet wurde das boni-center mit der Übernahme durch akzenta, wie z.b. hier in der Kassenzone. Bio, soweit das Auge reicht... Ulrich Mazurek, aktzenta-geschäftsführer und boni-chef vor einem Regal mit Lebensmitteln aus kontrolliert biologischem Anbau. Der gestiegenen Nachfrage nach Lebensmitteln aus dem Bio-Bereich begegnete boni schon sehr zeitnah mit entsprechenden Sortimentserweiterungen. Mit der Übernahme durch akzenta wurde ging es sogar noch weiter, z.b. veganen Spezialsortimenten. Aber auch in den konventionellen Bereichen gab es Sortimentaufstockungen. Die Zukunft Veränderungen baulicher Natur sind in absehbarer Zeit nicht geplant. Mit dem boni-center hat akzenta ein Geschäft übernommen, das in verschiedenen Dingen seiner Zeit voraus war. Die Kombination von Gastronomie und Supermarkt ist etwas, was nach Trendeinschätzung von Experten in Zukunft häufiger zu finden sein wird. Im boni gibt es das schon lange. Sicherlich könnte man einiges machen, meint Ulrich Mazurek, doch angesichts des Standes auf dem das boni-center ist, und angesichts der sicherlich noch lange anhaltenden Baustelle im hinteren Bereich, die die Erreichbarkeit des boni- Centers einschränkt, sieht man zurzeit keinen erhöhten Bedarf, da den Hebel anzusetzen. Die Feierlichkeiten Das Jubiläum 50 Jahre boni-center muss natürlich gefeiert werden. Diesbezüglich ist ein großes Parkplatzfest am 8. Juni geplant. Dann geht es am boni-center in der Zeit von 9 bis 19 Uhr rund mit einem Programm, an dem zurzeit noch gearbeitet wird. Eine Feier für die Mitarbeiter gibt es dann im Juli.

8 8 - WITTEN transparent Der Rücken Durch modernste OP-Verfahren frei von Rückenschmerzen Zu den häufigsten Erkrankungen, die an der Wirbelsäule auftreten, zählen Bandscheibenvorfälle und Spinalkanalverengungen. Beide Erkrankungen verursachen unangenehme Rückenschmerzen, lassen sich aber mit Hilfe von Spezialisten gut behandeln. Eine Behandlungsmethode ist dabei die vollendoskopische Wirbelsäulenoperation, die zahlreiche Vorteile für den Patienten bietet. Häufige Ursachen für Rückenschmerzen Häufige Ursachen für Rückenschmerzen sind Bandscheibenvorfälle und Spinalkanalverengungen. Bandscheiben bestehen im Inneren aus einem Gallertkern, der wie ein Gelkissen wirkt. Der Kern ist von einem elastischen Ring aus Knorpelfasern umgeben, der die Bandscheibe in ihrer Position fixiert. Mit dem Alter und durch Abnutzung wird der Faserring rissig. So kann sich der Gallertkern nach außen vorwölben und im schlimmsten Fall den Faserring durchbrechen und auf die Nerven der Wirbelsäule drücken. Bei einer Spinalkanalverengung (Spinalstenose) ist der Kanal in der Wirbelsäule verengt, durch den das Rückenmark verläuft. Der entstehende Druck auf Rückenmark, Nerven und Blutgefäße verursacht Schmerzen im Rücken und in den Beinen. Die Einengung des Spinalkanals kann durch die Vorwölbung der Bandscheibe noch verstärkt werden. Erster Schritt: Die Multimodale Schmerztherapie Wer von einem Bandscheibenvorfall oder einer Spinalstenose betroffen ist, Im Zentrum für Wirbelsäulenchirurgie und Schmerztherapie werden minimal-invasive Operationsverfahren kontinuierlich weiterentwickelt. Foto: St. Elisabeth Gruppe sollte einen Orthopäden aufsuchen. Dieser versucht im ersten Schritt, wenn es medizinisch möglich ist, eine Operation zu vermeiden. Eine multikonzeptionelle Schmerztherapie kann in diesem Fall zur Anwendung kommen. Bei diesem meist kurzen stationären Aufenthalt werden verschiedene Therapieverfahren, wie Physiotherapie, Physikalische Therapie, medikamentöse Schmerztherapie, Interventionelle Schmerztherapie oder Mikrotherapie eingesetzt, bis ein Zustand erreicht ist, der die weitere Betreuung im ambulanten Rahmen ermöglicht. Zwischen konventioneller und operativer Behandlung: Die interventionelle Schmerztherapie Auch die interventionelle Schmerztherapie und -diagnostik stellt eine sehr effektive Behandlung dar. Unter Röntgenkontrolle wird eine spezielle Injektionsnadel zielgenau im schmerzenden Bereich der Wirbelsäule platziert, um Medikamente lokal am Ort der Schädigung zu verabreichen. So wird nicht nur direkt die Schmerzquelle behandelt, der Arzt erkennt auch, welche Veränderungen an der Wirbelsäule konkret zu den Beschwerden geführt haben und was für weitere Schritte in der Zukunft gegebenenfalls auch operativ bei erneutem Auftreten der Beschwerden notwendig werden können. Die Behandlung findet im Operationssaal unter sterilen Bedingungen statt. Die wache Mitarbeit des Patienten während der Durchführung ist notwendig und Teil der Behandlung. Vollendoskopische Wirbelsäulenoperation bietet viele Vorteile Sollten konservative Maßnahmen bei der Behandlung nicht ausreichen, kommt eine Operation in Frage. Besonders endoskopische Verfahren haben zahlreiche Vorzüge. Um präzise in der Tiefe der Wirbelsäule arbeiten zu können, ist es wichtig, eine gute Sicht zu haben. Diese ist bei einer endoskopischen Operation besser als bei einer offenen OP. Das liegt daran, dass die Endoskope mit einer Kamera und einer Lichtquelle ausgestattet sind. Beides wird direkt im Behandlungsbereich positioniert. Hinzu kommt, dass es die speziellen Instrumente ermöglichen, den zu operierenden Bereich aus verschiedenen Winkeln zu betrachten. Nicht zuletzt sorgt eine kontinuierliche Spülung für

9 Der Rücken eine bessere Sicht. Für den Patienten hat diese Methode den Vorteil, dass endoskopische Eingriffe zu weniger Komplikationen führen und die OP-Zeiten deutlich kürzer sind. Zudem wird bei der OP weniger Gewebe zerstört. Das führt zu geringeren Schmerzen und einem schnelleren Genesungsprozess. Besondere Expertise im Zentrum für Wirbelsäulenchirurgie und Schmerztherapie Eine Besonderheit des Zentrums für Wirbelsäulenchirurgie und Schmerztherapie ist die kontinuierliche Weiterentwicklung und wissenschaftliche Erforschung der minimal-invasiven Operationsverfahren. Hier wurden operative Zugänge und Instrumentarien für vollendoskopische Wirbelsäulenoperationen entwickelt, die heute weltweit eingesetzt werden und inzwischen einen festen Stellenwert innerhalb des operativen Gesamtkonzeptes erreicht haben. Wirbelsäulenspezialisten aus aller Welt lassen sich von den Experten des Zentrums in dem schonenden Operationsverfahren schulen. PD Dr. Sebastian Rütten Chefarzt des Zentrums für Wirbelsäulenchirurgie und Schmerztherapie Direktor des Zentrums für Orthopädie und Unfallchirurgie der St. Elisabeth Gruppe Standorte: St. Anna Hospital Herne, Universitätsklinikum Marien Hospital Herne, Marien Hospital Witten Herzlichen Glückwunsch zum Jubiläum! CareMed medizinische Pflege GmbH WITTEN transparent - 9 Das CareMed-Team wünscht allen Patienten, Partnern, Freunden und ihren Familien ein frohes und schönes Osterfest. 7 Tage die Woche kompetente, engagierte, freundliche und zuverlässigepflege In den Espeln Witten Tel /

10 10 - WITTEN transparent Der Rücken Aktiv gegen Rückenschmerzen: Wie funktioniert die Multimodale Schmerztherapie? Rückenschmerzen und kein Ende in Sicht - für viele stellt sich die Volkskrankheit so dar, wobei es häufig nicht allein bei den Rückenschmerzen bleibt. Diese stellen mitunter den Beginn eines Teufelskreislaufes dar: Einschränkung der Bewegungen aufgrund der Schmerzen, Abbau der Muskulatur aufgrund der Bewegungseinschränkungen, dadurch bedingt evtl. Verstärkung der Rückenschmerzen, dadurch bedingt: Ängste um beispielsweise Job und Partnerschaft und, und, und. Unterm Strich bleiben Schmerzen und der Verlust an Lebensqualität. Abhilfe verspricht die Multimodale Schmerztherapie, die seit nun schon fast acht Jahren vom Ev. Krankenhaus Witten in Kooperation mit der Orthopädischen Gemeinschaftspraxis im CentroVital (Annen) erfolgreich praktiziert wird. Witten transparent sprach mit Dr. Michael Luka, Chefarzt der Klinik für Unfallchirurgie und Orthopädie am Ev. Krankenhaus Witten. Betroffen sind primär Patienten, die infolge von Verschleißerscheinungen an den Rückenwirbeln unter chronischen Schmerzen leiden und bei denen eine normale ( unimodale ) Schmerztherapie nicht angeschlagen hat. Was bietet die Multimodale Schmerztherapie dem Patienten? Dr. Luka: In Kurzform: Mittels wirbelsäulennaher Injektionstherapie (orthopädische Injektionstherapie) wird der Patient für einen gewissen Zeitraum schmerzfrei gestellt. Dieses Zeitfenster wird genutzt, um mit Hilfe der beteiligten Ärzte und Therapeuten die Rückenmuskulatur des Patienten zu stärken bzw. wiederaufzubauen, die zu einer Entlastung des betroffenen Wirbelbereiches führt. Auf diese Weise wird eine dauerhafte Schmerzminderung herbeigeführt, und somit gleichzeitig einer Erhöhung der Lebensqualität herbeigeführt werden. Was müssen Patienten dabei beachten? Dr. Luka: Sie müssen vor allem beachten und akzeptieren, dass dies eine aktive Therapie ist, bei der es ganz besonders auf ihr Mitwirken ankommt, also auf ihr Eigenengagement und ihre Bereitschaft, die während der Multimodalen Schmerztherapie erlernten `Lektionen (Übungen zur Stärkung der betroffenen Muskulatur) auch nach der stationären Behandlung im Privatbereich fortzusetzen. Denn: In der überwiegenden Zahl der Fälle geht es nicht um das Auskurieren des Leidens, da dies nicht möglich ist. Bei verschiedenen Verschleißerscheinungen kann eben nicht einfach operativ Abhilfe geschaffen werden. Somit bleibt die Ursache des Rückenleidens zwar erhalten, die Symptome / Auswirkungen (in Form von Schmerzen) werden aber deutlich abgeschwächt, also auf ein so niedriges Niveau heruntergefahren, dass die Patienten sich damit arrangieren können. Was ist multi an dieser Schmerztherapie? Dr. Luka: Das Multi bezeichnet die Tatsache, dass verschiedene Ärzte / Therapeuten sich um den Patienten kümmern, und zwar und dies ist besonders wichtig in Abstimmung miteinander! Physiotherapeuten, Orthopäden, Schmerztherapeuten und auch Psyhotherapeuten gehören dazu. Im Wittener Fall sind dies neben Chefarzt Dr. Luka Dr. Thomas Meister (Chefarzt der Anästhesie), die Abteilung Physiotherapie am EVK, Dipl. Psych. Martina Aschke sowie die erwähnte Orthopädische Gemeinschaftspraxis. Bei Bedarf steht in besonderen Individualfällen natürlich auch das übrige Leistungsspektrum des Ev. Krankenhaus Witten zur Verfügung. Der oft strapazierte Begriff `interdisziplinär ist hierbei erfolgreich praktizierte Realität. Was passiert bei der stationären Behandlung im Rahmen der Multimodalen Schmerztherapie? Dr. Luka: Die stationäre Behandlung im Ev. Krankenhaus Witten dauert acht bis neun Tage. Was genau getan wird, um dem Patienten zu helfen, wird in einem Assessment unter Beteiligung erwähnter Ärtze und Therapeuten individuell festgelegt. Der Patient soll seine Muskelgruppen erkennen und spüren und sich aktiv an deren Aufbau beteiligen. Dafür bietet das Ev. Krankenhaus Witten verschiedene Wege an immer unter ärztlicher Betreuung: Bewegungsbad, Massagen, Krankengymnastik, medizinische Trainingstherapie (individuell ausgerichtetes Krafttraining), Entspannungstraining. Sind Medikamente auch ein Thema? Dr. Luka: Oh, ja! Dieses Thema fällt vor Ort in den Zuständigkeitsbereich von Dr. Thomas Meister. Der Schmerztherapeut überprüft die Medikation des Patienten und stellt diese ggf. um, und zwar zum Teil auf morphinhaltige Medikamente. Damit haben wir erstaunliche Erfolge erzielt. Fazit Weist die Multimodale Schmerztherapie den Weg aus dem Dilemma der ewigen Rückenschmerzen? Die fast achtjährige Erfahrung in Witten sagt eindeutig: Ja. Dabei wird immer die aktive Teilnahme des Patienten vorausgesetzt. Insofern ist die Multimodale Schmerztherapie auch eine Hilfe zur Selbsthilfe, eine Selbsthilfe, die allerdings ohne medizinische Beurteilung und Betreuung nicht denkbar wäre. Das Ergebnis ist ein deutliches Mehr an Lebensqualität. Dr. Michael Luka Chefarzt Klinik für Unfallchirurgie und Orthopädie, Ev. Krankenhaus Witten

11 Der Rücken WITTEN transparent - 11 Ansatzpunkt der psychologischen Therapie im Rahmen der Multimodalen Schmerztherapie: Teufelskreis der zunehmenden Schmerzen Die Effektivität einer psychologischen Schmerztherapie bei Patienten mit chronischen Schmerzen, besonders bei chronischen Rückenschmerzen, ist hinreichend belegt. Dabei haben sich insbesondere kognitiv-verhaltenstherapeutische Ansätze als erfolgreich erwiesen. Entsprechend dem bio-psychosozialen Charakter von Schmerz sind verhaltenstherapeutische Programme besonders erfolgreich, wenn sie in ein komplexes interdisziplinäres Vorgehen eingebettet sind. In die Behandlung sind medizinische, sporttherapeutische, physiotherapeutische und psychotherapeutische Interventionen unter einem standardisierten Gesamtkonzept integriert. Dieses multimodale Vorgehen führt zu sich gegenseitig ergänzenden und verstärkenden Effekten in verschiedenen Bereichen. Psychosoziale Stressfaktoren Körperliche Schmerzen können durch psychosoziale Stressfaktoren verstärkt werden. Zu psychosozialen Stressfaktoren zählen z. B. anhaltende Konflikte am Arbeitsplatz, Angst vor Arbeitsplatzverlust und familiäre Konflikte. Diese Stressfaktoren führen meist zu einer erhöhten Anspannung der Muskulatur, auch im Bereich des Rückens. Dazu kommt es bei Stress zur verstärkten Ausschüttung von Stresshormonen, wodurch man schmerzempfindlicher wird. Auch der Schmerz selbst, stellt einen hohen Stressfaktor dar. Viele Patienten sind in Folge ihrer Schmerzerkrankung psychisch und sozial beeinträchtigt und verfügen über keine ausreichenden Strategien, ihren Schmerz zu bewältigen. Die anhaltenden Schmerzen führen häufig zu Schlafstörungen und erhöhter Müdigkeit und bedeuten eine vermehrte Anstrengung, trotz allem seine Alltagspflichten zu erfüllen. Auf Dauer kann dies zu Erschöpfung und Resignation führen. Die Patienten fühlen sich ihren Schmerzen und den damit einhergehenden Einschränkungen in allen Lebensbereichen gegenüber hilflos, und ohne Einflussmöglichkeiten. Dies führt zu Niedergeschlagenheit, bis hin zur Entwicklung einer depressiven Symptomatik. Die depressive Stimmung mit Erschöpfungsgefühlen und resignativen Gedanken führen dann in den Teufelskreis einer zunehmenden Schmerzverstärkung. Im Rahmen der multimodalen Schmerztherapie im Ev. Krankenhaus Witten arbeitet die auf Schmerz spezialisierte Psychotherapeutin Martina Aschke. Ziel ist es, zunächst im Rahmen einer psychologischen Diagnostik, mögliche, ganz individuelle psychosoziale Belastungsfaktoren zu analysieren, welche den bestehenden Schmerz des jeweiligen Patienten mit beeinflussen können. Auch das Ausmaß einer möglichen psychischen Beeinträchtigung muss erfasst werden. Neben Depressionen können sich auch andere Krankheitsbilder, wie z.b. Angststörungen, entwickelt haben. Auch diese dürfen nicht unbehandelt bleiben, da sie ent- Die Physikalische Therapie bei Patienten mit Rückenleiden ist ebenso Bestandteil der Multimodalen Schmerztherapie wie die Psychologische Schmerztherapie. In beiden Fällen hält das Ev. Krankenhaus Witten eigens hierfür geschulte Fachleute und entsprechende Räumlichkeiten vor. Das Bild zeigt Linus Paelke, Bereichsleitung Physiotherapie am EvK Witten, bei der Arbeit. Foto: Lutz-Fotodesign scheidenden Einfluss auf die Schmerzverarbeitung haben können. Interdisziplinäre Schmerzkonferenzen Viele Patienten haben zudem ein Schonverhalten mit Bewegungsangst entwickelt. Sie vermeiden alle möglichen körperlichen Aktivitäten, wie zum Beispiel Spazierengehen, um ihren Schmerzen auszuweichen. Die psychologische Analyse der individuellen schmerzaufrechterhaltenden Faktoren ist für die Therapieplanung unmittelbar handlungsrelevant. In den, während des stationären Aufenthaltes der Patienten, regelmäßig stattfindenden, gemeinsamen interdisziplinären Schmerzkonferenzen, werden optimale Therapiestrategien entwickelt, umgesetzt und für die Weiterbehandlung empfohlen. Eine psychologische Schmerztherapie hat das Ziel, Patienten, trotz möglicher verbleibender Schmerzen, ein aktiveres und erfüllteres Leben zu ermöglichen. Martina Aschke Psychologische Psychotherapeutin und spezielle Schmerzpsychotherapeutin

12 12 - WITTEN transparent Der Rücken Rückenschmerzen: Möglicherweise ein Alarmsignal der Nieren Die Nieren liegen hinter dem Bauchraum unter der letzten Rippe Schmerzen in diesem Bereich sind auch für den Fachmann manchmal schwer einem Organ oder einer Fachrichtung zuzuordnen. Besonders bei dumpfen, nicht kolikhaften Rückenschmerzen, die sofort an einen Nierenstein denken lassen, ist die Differentialdiagnose schwer. So können chronische Entzündungen und ein sich langsam entwickelnder Nierenstau sogar zum Untergang der Nieren führen, der bei hartgesottenen Zeitgenossen ohne Schmerzen oder mit aushaltbaren Rückenschmerzen einhergeht. In dem hier vorliegenden Fall hatte eine Harnleiterenge vor der Blase zu einem Aufstau geführt, der die linke Niere (rechts im Bild) zu einem Wassersack hat werden lassen. Es gibt keine Niere mehr (vgl. Gegenseite), sondern nur noch einen flüssigkeitsgefüllten Sack. Abb: Wassersackniere rechts (s. Pfeil) Ist dieser Zustand erreicht, ist die betreffende Niere unrettbar verloren. Da es sich hier um einen toten Flussarm handelt, der zu Infektionen oder Bluthochruck führen kann, wird urologischerseits die Entfernung der ß Wassersackniere empfohlen, auch, um eine Gewebsuntersuchung zu erhalten und der Ursache der Stauung auf den Grund zu gehen. Weitere Ursachen für einen urologisch bedingten Rückenschmerz können chronisch-entzündliche Prozesse der Nieren sein. So kann die chronische Nierenbeckenentzündung, die eigentlich eine chronische Nierenentzündung ist, zu Abgeschlagenheit, Nachtschweiß und Rückenschmerzen führen. Zumeist kommt es durch Laboruntersuchungen und Ultraschall zur Diagnosestellung. Es gilt also: Bei Rückenschmerzen (auch) an die Nieren denken! Prof. Dr. Andreas Wiedemann Chefarzt Klinik für Urologie, Facharzt für Urologie, Andrologie, spezielle Chirurgie und medikamentöse Tumortherapie Ev. Krankenhaus Witten Wie lange halten sich eigentlich Ostereier? Wie in jedem Jahr werden auch 2019 rund um Ostern sicher wieder jede Menge Eier gekauft und verschenkt so viele, dass es sehr ungesund wäre, sie alle auf einmal zu essen. Es stellt sich also die Frage nach der Lagerung. Bunte hartgekochte Eier halten sich im Kühl- schrank zwei bis vier Wochen. Aber nur, wenn die Schale keine Risse hat. Denn sonst können Keime eindringen. Gefärbte Eier aus dem Supermarkt halten sogar meist noch länger, da die Far- be die Schale versiegelt. Wer sich unsicher ist, ob ein Ei noch genießbar ist, erkennt dies am Geruch: Verdorbene Eier riechen stark nach Schwefel. Hat die Schale beim Kochen oder Färben Risse bekommen, kann es passieren, dass sich auch ein Teil des Eiweißes verfärbt. Das ist bei Lebensmittelfarbe gesund- heitlich unbedenklich. Manche Eier haben auch eine blau-grüne Fär- bung am Eidotter. Sie entsteht, wenn Eier länger als 10 Minuten kochen und ist auch ungefährlich. Rohe Eier halten sich ungekühlt bis zu 18 Tage. Anschließend muss das Ei in den Kühlschrank. Ist das Mindesthaltbarkeitsdatum, üblicherweise 28 Tage nach Legetag, abgelaufen, sind Eier aber nicht gleich ungenieß- bar. Aufschluss gibt der Wassertest: Erst wenn ein rohes Ei in einem Wasserglas oben schwimmt, ist es verdorben. Dr. Wolfgang Reuter, DKV-Experte

13 Der Rücken WITTEN transparent - 13 AOK-Tipp: Die Rückenmuskulatur stärken und in Bewegung bleiben Muskel- und Skeletterkrankungen sind weiterhin die Volkskrankheit Nummer eins. Sie verursachten 2017 unter allen Krankheitsarten die meisten Arbeitsunfähigkeitstage im Ennepe-Ruhr- Kreis. Mit 23,2 Prozent lag deren Anteil an den gesamten Fehltagen der AOK- Mitglieder an erster Stelle. Alleine Rückenschmerzen verursachten dabei Ausfalltage. Darauf wies die AOK NordWest anlässlich des Tages der Rückengesundheit unter dem Motto Stärke deine Muskeln - bleib rückenfit am 15. März hin. Das Wichtigste für einen gesunden Rücken ist regelmäßige Bewegung. Diese kräftigt die Muskeln, stabilisiert die Wirbelsäule und fördert die körperliche Fitness und Leistungsfähigkeit. Daher sollte der Rücken vorbeugend gezielt trainiert werden, damit es gar nicht erst zu Problemen kommt, sagt AOK-Serviceregionsleiter Jörg Kock. Langes Sitzen in immer gleicher Position, stundenlanges Starren auf den Bildschirm und andere ungünstige Arbeitsplatzverhältnisse sowie schlichtweg körperliche Belastung bei zum Beispiel pflegenden Berufen, beanspruchen die Wirbelsäule Richtiges und gezieltes Rückentraining fördert eine gute Haltung und kann Rückenschmerzen vorbeugen. AOK/hfr. und den Rücken. Bei vielen Menschen besteht der erste Reflex bei Rückenschmerzen darin, sich ins Bett zu legen und darauf zu warten, dass es wieder besser wird. Doch eine derartige Schonung schwächt die Muskeln nur noch weiter. Und die Patienten geraten leicht in einen Teufelskreis aus Schmerz, Verspannung und geschwächter Muskulatur. Ziel ist es deshalb, schnell wieder aktiv zu werden, um die Rückenmuskulatur zu stärken. Grundsätzlich sind Sportarten, bei denen alle Muskeln möglichst gleichmäßig trainiert werden gut geeignet. Dazu gehören beispielsweise Schwimmen, Nordic Walking, Wandern oder auch Pilates, Reaktivtraining, Kraftausdauertraining und Aquagymnastik, sagt Kock. Diese Sportarten trainieren und entlasten den Rücken in einem guten Rhythmus. Unterstützung bietet auch das aktuelle Bleib gesund- Kursprogramm der AOK NordWest mit zahlreichen Kursen zur Rückengesundheit. Wer es lieber online mag, kann zum Beispiel mit dem interaktiven Programm Rückenaktiv im Job die Rückengesundheit fördern. Bei dem Onlineprogramm 90 Tage Rückenfit bekommt jeder Teilnehmer sein persönliches Trainingsprogramm und wird online von einem Expertenteam drei Monate kontinuierlich betreut. Weitere Informationen zum Thema Gesunder Rücken gibt es in der AOK-Faktenbox unter: Somborner Str. 2a, Bochum, Tel über 8 Jahren Ihr Praxis-Magazin für Witten und Bochum-Langendreer

14 14 - WITTEN transparent Der Rücken Rückenschmerzen in der Schwangerschaft In der Schwangerschaft kommt es zu weitreichenden Veränderungen im Körper der Mutter. Wasseransammlungen, Veränderung des Immunsystems und Gewichtszunahme sind die natürlichen Prozesse in der Schwangerschaft. Einige dieser Veränderungen können dabei Rückenschmerzen verursachen. Rückenschmerzen im ersten Schwangerschaftsdrittel Die Gebärmutter vergrößert sich Durch den sich entwickelnden Embryo kommt es bereits im ersten Schwangerschaftsdrittel zu einem Wachstum der Gebärmutter. Da die Gebärmutter in einem Bandapparat integriert ist, der in den Leistenkanal und nicht nur auf den Bandapparat, sondern auch auf unterschiedliche Organe aus. Die Gebärmutter drückt auf den Harnleiter Bei einigen Frauen kann die vergrößerte Gebärmutter auf den Harnleiter drücken, der die Niere mit der Harnblase verbindet. Durch den Druck auf den Harnleiter Verlauf des Harnleiters ist dabei vor allem die rechte Niere betroffen. Nierenstau als Grund für die Rückenschmerzen: Was tun? Der Nierenstau kann über eine Ultraschalluntersuchung diagnostiziert werden (Abbildung 1). Als erster Therapieschritt ist zu be- dauernden Beschwerden ist auch die Einlage eines kleinen Entlastungsschlauchs durch die Blase in den betroffenen Harnleiter möglich. Auf diese Weise werden auch die Rückenschmerzen gemindert. Nach der Entbindung bildet sich der Nierenstau fast immer folgenlos zurück. Abbildung 1: Unauffällige Niere links, Niere rechts mit Nierenstau zum Kreuzbein führt, kann es zu Schmerzen in den Leisten und im Rücken kommen. In der weiteren Entwicklung des Fetus, wächst auch die Gebärmutter immer weiter mit. Das Wachstum der Gebärmutter wirkt sich kommt es zu einem Aufstau des Urins im Nierenbecken (Nierenstau). Dies wiederum kann zu Rückenschmerzen, Schmerzen in der seitlichen Bauchregion und sogar zu einer Wehentätigkeit führen. Durch den anatomischen achten, dass das Liegen auf der unauffälligen Nierenseite bevorzugt werden sollte, um durch die Schwerkraft das Gewicht des Kindes, des Fruchtwassers und der Plazenta auf die andere Seite zu verlagern. Bei weiter an- Rückenschmerzen im zweiten und dritten Schwangerschaftsdrittel Sollten im zweiten oder dritten Schwangerschaftsdrittel die Rückenschmerzen kommen und gehen, ist es ratsam, den Frauenarzt auf- Abbildung 2: Cardiotokogramm mit Wehentätigkeit

15 Der Rücken WITTEN transparent - 15 zusuchen. Denn das wiederholte Auftreten der Schmerzen im Rücken kann eine Wehentätigkeit bedeuten. Der Frauenarzt kann mit einem CTG-Gerät (Cardiotokogramm) nicht nur die Herztöne des Kindes überprüfen, sondern auch mögliche Wehen aufzeichnen. Abbildung 2 zeigt ein Cardiotokogramm mit Wehen, die alle zehn Minuten einsetzen. Treten diese Wehen vor der 34. Schwangerschaftswoche auf und haben Auswirkungen auf den Muttermund und den Gebärmutterhals, ist eine Vorstellung in einem Perinatalzentrum empfehlenswert, um eine Frühgeburtlichkeit zu vermeiden. Ziel ist dabei die Hemmung der Wehentätigkeit sowie die Diagnose der Ursache. Eine mögliche Ursache für frühzeitige Wehen sind häufig vaginale Infektionen. Durch die Therapie der Infektion können die Rückenschmerzen beseitigt und eine Frühgeburtlichkeit verhindert werden. Wiederkehrende Rückenschmerzen zu Beginn der Geburt Nach der abgeschlossenen 37. Schwangerschaftswoche läuten periodisch wiederkehrende Rückenschmerzen alle 10 Minuten nicht selten die Geburt ein. In diesem Fall ist das Aufsuchen des Kreißsaals empfehlenswert. Durch eine vaginale Untersuchung kann die Hebamme und der Geburtshelfer den Geburtsfortschritt bestimmen und Maßnahmen zur Schmerzerleichterung unter der Geburt einleiten. Die Methoden zur Schmerztherapie unter der Geburt sind vielfältig und müssen individuell auf die werdende Mutter abgestimmt werden. Das Spektrum reicht von Homöopathie, Akupunktur und schmerzstillenden Tabletten über Infusionen bis hin zur Periduralanästhesie (PDA). In allen Phasen der Schwangerschaft steht Ihnen das Team des Perinatalzentrum Witten für Fragen zum Thema Rückenschmerzen gerne zur Verfügung. Den Kreißsaal erreichen Sie rund um die Uhr unter Prof. Dr. Sven Schiermeier Direktor des Zentrum für Frauenheilkunde und Geburtshilfe der St. Elisabeth Gruppe Chefarzt der Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe des Marien Hospital Witten Mammasymposium in Witten: Experten diskutieren Neuerungen aus der Brustkrebsforschung Dr. John Hackmann, Chefarzt des Brustzentrums im Marien Hospital Witten, lud am vergangenen Mittwoch zum Mammasymposium ein. Bei der jährlich stattfindenden Veranstaltung diskutierten Experten gemeinsam die Neuerungen aus der Brustkrebsforschung. Die Behandlung einer Brustkrebserkrankung setzt sich häufig aus mehreren unterschiedlichen Behandlungsschritten zusammen. Neben einer Operation gehören häufig auch eine Strahlenoder Chemotherapie zu der Anschlusstherapie. Auch der Einsatz weiterer Medikamente ist in vielen Fällen ein unverzichtbarer Baustein einer erfolgreichen Behandlung. Dazu gehören unter anderem Antihormone und Antikörper. Um immer auf dem neuesten Stand der Forschung zu sein, findet einmal jährlich das Mammasymposium statt. Bei der gemeinsamen Veranstaltung der zertifizierten Brustzentren aus Witten, Bochum und Dortmund werden die Ergebnisse der größten nationalen und internationalen Brustkrebskonferenzen besprochen. Der Fokus liegt dabei auf der praxisrelevanten Aufbereitung der Forschungsthemen, um diese im Praxisalltag umzusetzen und für die Patienten nutzbar zu machen. Dr. John Hackmann stellte in seinem Vortrag operative Behandlungsmethoden vor. Dabei werden brusterhaltende sowie wiederaufbauende Methoden und Brustrekonstruktionen voneinander unterschieden. Ziel jeder Operation ist es, neben der sicheren Tumorentfernung auch Form und Symmetrie der Brust zu bewahren bzw. wiederherzustellen. In den weiteren Vorträgen ging es unter anderem um den Stellenwert von Chemotherapie und Antikörpern. Besonders der zusätzliche Einsatz von Antikörpern hat sich in den vergangenen Jahren bewährt. Eine Antikörpertherapie ist eine sogenannte zielgerichtete Therapie. Die Antikörper wirken nicht systemisch, also im gesamten Organismus, sondern nur an bestimmten Zellstrukturen. Die Wirkstoffe setzen an spezifischen Merkmalen an, die stark vermehrt in Tumorzellen auftreten oder die eine zentrale Rolle beim Tumorwachstum spielen. Gesunde Zellen werden geschont, da diese Merkmale kaum oder gar nicht auf ihnen vorkommen. Die Begleiterscheinungen sind verglichen mit denen einer Bestrahlung oder Chemotherapie daher geringer. Es ist wichtig, sich laufend über die neusten Entwicklungen in der Forschung zu informieren und sich gegenseitig auszutauschen, mit dem Ziel, den Patienten eine stetig verbesserte Therapie anbieten zu können, resümiert Dr. Hackmann. Experten aus Witten, Bochum und Dortmund informierten zum Thema Brustkrebs. Eingeladen hatte Dr. John Hackmann (3. v. l.), Chefarzt, Brustzentrum, Marien Hospital Witten.

16 16 - WITTEN transparent Der Rücken Ich hab Rücken ich muss was tun! Ich hab Rücken, ich muss was tun!... Es ist genau diese auf einer Selbstdiagnose basierende Erkenntnis, die viele dazu bringt, mit ihrem Problem in einem Fitness-Studio vorstellig zu werden. Und nicht selten ist das genau der richtige Weg. Dafür müssen aber zwei Voraussetzungen erfüllt sein: 1. Es muss die Selbstdiagnose, nach der Bewegungsdefizite und/oder falsche Bewegungen Ursachen für die Rückenbeschwerden sind, stimmen, und 2. Das auserkorene Fitness-Studio muss passende Trainingsmethoden anbieten, mittels derer den individuellen Rückenproblemen begegnet werden kann, und zwar so, dass sich im Idealfall schon nach kurzer Zeit eine Besserung bemerkbar macht. Rückenschmerzen sind eine Volkskrankheit. Darum habe ich auch täglich damit zu tun, erklärt Andrea Lau, Personaltrainierin in Witten- Heven. Hier unterhält sie ein eigenes Trainingszentrum mit dem Namen trainierbar, in dem sie unterschiedliche Kurse und Workshops anbietet. Viele davon zielen mittelbar aber auch unmittelbar auf Rückenbeschwerden ab. Rückenschmerzen können, wie diese Ausgabe von Witten transparent aufzeigt, viele Ursachen haben. Derjenige, dessen Rückenschmerzen auf Spinalkanalverengungen, Bandscheibenvorfall oder Wassersackniere zurückzuführen sind, hat sicherlich nichts im Fitness-Studio zu suchen, es sei denn, er geht aus anderen Gründen als seinen Rückenbeschwerden dorthin. Aber: Eine häufige Ursache für Rückenbeschwerden ist eine Disbalance der Muskulaturbeanspruchung. Auf dieses Ungleichgewicht bzw. auf diese einseitige Muskelnutzung reagieren die betroffenen Muskeln mit den sie umgebenden Faszien mit Schmerzen. Und diese Disbalance entsteht vor allem durch Bewegungsmangel, falsche Bewegungen und sitzen, das zu einer falschen Körperhaltung führt, erklärt Andrea Lau. Sie führte aus: Durch das ständige Sitzen (z.b. bei der Arbeit mit dem Tablet, Smartphone und dergl.) gerät die Körperhaltung außer Kontrolle, der Rücken wird immer runder, die Brustmuskulatur wird minder beansprucht, da bei dieser Haltung der Körper nach vorne quasi zusammensackt. Die Rückenmuskulatur versucht entsprechend gegenzuhalten. Dadurch entsteht die Disbalance, die bis zu einem gewissen Grade von der Rückenmuskulatur abgefedert werden kann. Aber irgendwann ist diese dann auch überbeansprucht und reagiert mit Schmerzen, so die Personaltrainerin. Und dies stellt sich zumeist als ein schleichender Prozess dar. Andrea Lau: Durch falsche oder zu wenige Bewegungen im Alltag kann es zu einem kleinen Wehwehchen an einer bestimmten Stelle im Rücken kommen. Die/ der Betroffene reagiert dann häufig mit der Vermeidung bestimmter Bewegungen darauf, die zur Auslösung des Schmerzes führen könnten. Dadurch entsteht wiederum eine neue Disbalance, die ihrerseits ebenfalls zu einem weiteren Wehwehchen führen kann usw.. Dieser Prozess kann sich bis zu einer echten Rückenbeschwerde hochschaukeln, so dass es für die Betroffenen einen handfesten Handlungsbedarf gibt. Wie werden die Schmerzen überhaupt ausgelöst? Andrea Lau: Durch die Mindernutzung der Muskulatur verkümmert diese. Wird sie nicht mehr aktiviert, so verkleben quasi die sie umgebenden Faszien (Bindegewebe) und dies führt zum Schmerz. Darum ist Bewegung so wichtig, sowohl zur Vorbeugung als auch zu Linderung diesbezüglicher Beschwerden. Wie werden die Schmerzen therapiert? Andrea Lau: Für geschilderte Schmerzen, Verspannungen und dergleichen kann der Arzt Medikamente und Massagen verschreiben, was in aller Regel auch hilft. Aber damit wird nur das Symptom therapiert, nicht die Ursache. Das heißt, dass aller Wahrscheinlichkeit nach die Beschwerden in einem gewissen zeitlichen Abstand zur Therapie wieder auftauchen werden, wenn nicht die Ursache beseitigt wird. Wie wird die Ursache bekämpft? Andrea Lau: Mit Bewegung und Sport im Allgemeinen aber auch mit zielgericheten Übungen im Besonderen. Wie eingangs geschildert, gibt es bei den meisten Betroffenen die Erkenntnis, dass ihre Beschwerden aus Minderbewegungen oder falschen Bewegungen resultieren. Sie müssen also dazu gebracht werden, die Bewegungen auszuführen, die genau die entsprechenden Muskeln trainieren. Aber nicht nur. Bei `trainierbar verfolgen wir ein ganzheitliches Konzept, das natürlich die betroffenen Partien einschließt, aber eben auch andere Bereiche mittrainiert. Dabei ist die fachkundige Betreuung durch den Personaltrainer bzw. die Personaltrainerin sehr wichtig, denn es geht darum, die Übungen altersgerecht und leistungsorientiert anzulegen und dann ggf. behutsam zu steigern. Gegenbeispiele sind bekannt. Etwa die von fitnesswütigen Senioren, die wider besseren Wissens mit irgendwelchen Übungen loslegen, es dabei ehrgeizig übertreiben und sich nicht selten in gesundheitsgefährdende Situation manövrieren. Solche werden geschulte Personaltrainer/innen wie Andrea Lau tunlichst vermeiden. Sie sagt: Ich hole die Leute dort ab, wo sie leistungsmäßig stehen. Dies geschieht in kleineren Gruppen in Kursen und Workshops. Dies gibt den Teilnehmern zum einen das Gruppengefühl und das Gefühl, mit seinen Beschwerden nicht allein zu sein, andererseits ermöglicht die geringe Gruppengröße dem jeweiligen Trainer bzw. der jeweiligen Trainerin, trotz der Gruppenübungen gezielt auf die jeweils individuellen Rückenprobleme der Betroffenen einzugehen und die Übungen darauf abzustimmen. Wann stellt sich ein Erfolg ein? Andrea Lau: Das ist individuell ganz unterschiedlich und hängt von mehreren Faktoren ab, z.b. von der Trainingsintensität (einmal oder mehrmals in der Woche) aber auch natürlich vom individuellen Leiden. Häufig merken es die Betroffenen selbst sehr schnell, welche Übungen ihnen gut taten. Dann ist es ratsam, die Übungen zu wiederholen und die Übungseinheiten auf die Woche zu verteilen, um so einen lang anhaltenden positiven Effekt zu erzielen. Andrea Lau Personaltrainerin Witten-Heven

17 Der Rücken WITTEN transparent - 17 Rückenschmerzen Verschleiß oder Bandscheibenvorfall? Die Radiologen finden die Antwort Die Volkskrankheit Nr. 1, der Rückenschmerz, kann bekanntermaßen viele Ursachen haben. Manchmal sind sie für den behandelnden Artz leicht zu erkennen und zu diagnostizieren, manchmal aber stellt sich die Ursache nicht so eindeutig dar. Dann sind zumeist die Radiologen gefragt, die dank den ihnen zur Verfügung stehenden Methoden zu einer einwandfreien Diagnose und somit auch zu Vorschlägen für zielführende Therapien verhelfen können. Dass der Rücken auch für die Radiologen eine der Hauptbaustellen ist, bestätigt Dr. Henning Retzgen von der RANOVA Radiologie Witten: Der Bandscheibenvorfall ist eine der Haupt-Verdachtsdiagnosen, die bei uns vorkommt. Es sind überwiegend ältere Personen (zunehmend aber auch jüngere), die über ihren Hausarzt bei der Radiologie mit Rückenschmerzen vorstellig werden. Dr. Retzgen: Dabei geht es dann vordringlich um zwei Fragen: 1. Handelt es sich bei der Ursache um einen Bandscheibenvorfall oder sind die Schmerzen Folgen von Verschleißerscheinungen und 2. Ist zur Therapie ein chirurgischer Eingriff erforderlich oder kann die Therapie mit einer der zahlreichen zur Verfügung stehenden konservatien Methoden erfolgen? Dr. Retzgen erläutert weiter: Sind die Schmerzen auf Verschleiß zurückzuführen, muss symptomatisch behandelt werden. Ein Bandscheibenvorfall ist manchmal ein Fall für den Chirurgen, aber meistens müssen die Vorfälle nicht operiert werden sagt Dr. Retzgen. Entscheidend ist der Leidensdruck des Patienten. So kann es beispielsweise Bandscheibenvorfälle geben, die sich als deutlich und groß auf dem MRT-Bild darstellen, dem Patienten aber keine Probleme bereiten. Dann muss auch nicht zwangsläufig operiert werden. Entscheidend für Aufschlussreiche radiologische Aufnahmen Das linke Bild zeigt innerhalb der Markierung einen Bandscheibenvorfall; rechts im Bild ist innerhalb der Markierung eine Wirbelkörperfraktur zu erkennen. Bilder: RANOVA Radiologie Witten die Entscheidungsfindung bezüglich des weitere therapeutischen Vorgehens sind der klinische Befund, das radiologische Ergebnis und das, was der Patient über seine Leidenssituation aussagt. Es wird nie aufgrund nur einer der drei genannten Komponenten operiert. Die Vorgehensweise Der Patient wird zunächst bei seinem Hausarzt oder Orthopäden mit seinen Rückenschmerzen vorstellig. Der Arzt versucht dann durch klinische Untersuchungen, sich der Ursache zu nähern: Ist da vielleicht eine Wurzel gereizt oder hat sich der Patient einen Wirbel gebrochen, was bei älteren Personen mit Osteoporose auch vorkommen kann? Liegt ein Bandscheibenvorfall vor? Verbindliche Antworten hierauf liefert dann die radiologische Untersuchung. Die drei bildgegebenden Verfahren Röntgen man kennt es noch ist möglich. Es ist eines von drei bildgebenden Verfahren, die für die Rückenuntersuchung infrage kommen, rangiert aber von der Aussagekraft her an letzter Stelle. Dr. Retzgen: Das gibt nur eine ganz grobe Übersicht. Man kann sehen, ob ein schwerer Verschleiß gegeben ist. Einen Bandscheibenvorfall kann man damit nicht sehen. Als zweites (in der Wertigkeit) kommt das CT (Computertomographie). Hierauf wird gerne zurückgegriffen, wenn der Patient nicht für eine MRT-Untersuchung geeignet ist, z.b. weil er einen Herzschrittmacher hat oder er aufgrund seiner Platzangst oder sonstiger Gründe nicht in den MRT kann. Die CT ermöglicht es, die Brüche und Bandscheiben zu sehen, aber nicht so gut wie vergleichsweis die MRT, die quasi die Königsklasse für die Wirbelsäulenuntersuchung darstellt. Man kann die Bandscheiben gut sehen, die Wirbelkörper, ggf. die Brüche und auch den Verschleiß als solchen, ob sie nun an den Bandscheiben oder an den Zwischenwirbelgelenken gegeben sind. Dr. Henning Retzgen RANOVA Radiologie Witten

18 18 - WITTEN transparent Der Rücken Muskelverspannung? So lösen Sie den Knoten! Bei Verspannungen im Rücken- oder Nackenbereich ist schnelle Hilfe gefragt. Schließlich sind die Schmerzen oft so quälend, dass die Betroffenen eine unnatürliche Schonhaltung einnehmen. Doch das verstärkt die Symptome meist nur. Lesen Sie, wie sich die lästigen Beschwerden effektiv lindern lassen. Die Krux mit dem Kreuz Rückenschmerzen zählen neben Kopfschmerzen zur häufigsten Schmerzart überhaupt. Etwa 40 Prozent der Erwachsenen leiden mindestens einmal im Jahr darunter. Mehr als 75 Prozent der Beschwerden entstehen im Bereich der Lendenwirbelsäule und werden volkstümlich auch Kreuzschmerzen genannt. zur Verfügung. Besonders bewährt haben sich Präparate mit dem Wirkstoff Acetylsalicylsäure (ASS), Diclofenac, Ibuprofen und Naproxen. Denn sie wirken zudem auch antientzündlich. Doch Vorsicht: Synthetische Ihr Apothekenteam ist Ihnen bei der Auswahl des geeigneten Mittels gerne behilflich und berät Sie auch zu möglichen Neben- oder Wechselwirkungen. Spezielle Wärmeauflagen sorgen mindestens acht Stunden lang hafte Verspannungen zu lösen. Fragen Sie doch bei Ihrem nächsten Besuch in Den Ursachen auf der Spur An der Entstehung von Rückenschmerzen sind zahlreiche Faktoren beteiligt. Vor allem Bewegungsmangel, schwere körperliche Arbeit, einseitige Körperhaltung, Stress und Übergewicht spielen eine Rolle. Wer den Beschwerden gezielt auf den Grund gehen möchte, sollte ein Schmerz-Tagebuch führen. Notiert werden neben Stärke, Dauer und Beschaffenheit der Schmerzen auch Begleitsymptome, mögliche Auslöser und alle eingenommenen Arzneimittel. So lernen Betroffene ihre Schmerzen besser kennen und werden eher auf Zusammenhänge mit bestimmten auslösenden Faktoren aufmerksam. Nicht zuletzt liefert die Dokumentation auch wertvolle Hinweise für den Arztbesuch. Hilfe aus der Apotheke Für die Behandlung der Beschwerden steht eine Reihe schmerzstillender Arzneimittel, sogenannter Analgetika, Schmerzmittel sollten nicht länger als drei Tage hintereinander und nicht häufiger als zehn Tage im Monat eingenommen werden. Ebenfalls bewährt haben sich Cremogele mit dem Wirkstoff Diclofenac. Denn Sie lindern nicht nur den Schmerz und die Entzündung, sondern ziehen auch noch schnell ein. Wer auf die Einnahme synthetischer Wirkstoffe verzichten muss oder möchte, kann etwa auf homöopathische Globuli oder Tabletten mit der Substanz Rhus toxicodendron zurückgreifen. Regelmäßig eingenommen können sie die lästigen Beschwerden wirksam und schonend lindern. Ebenfalls beliebt sind Salben mit Beinwell-Extrakt. für eine effektive und zugleich schonende Schmerzlinderung. Der Grund: Die konstante Abgabe von Tiefenwärme regt die Durchblutung an, entspannt die verkrampfte Muskulatur und löst so schmerzhafte Verspannungen. Im Gegensatz zu Pflastern oder Cremes mit Extrakten aus der Chilischote sind Hautirritationen bei den Wärmeauflagen nahezu ausgeschlossen. Auch die Einnahme eines gut dosierten Magnesiumpräparats hilft, die Muskulatur zu entspannen und schmerz- der Apotheke einmal nach einem passenden Produkt. Vorbeugen kann sich lohnen Bei häufig wiederkehrenden oder chronischen Rückenschmerzen lohnt es sich, selbst etwas zur Vorbeugung zu tun. Vor allem regelmäßige Bewegung zahlt sich aus. Dabei müssen Sie nicht gleich zum Leistungssportler werden. Schon mehrere kleine Trainingseinheiten pro Woche kräftigen die Muskulatur und beugen somit Verspannungen vor. Ideal sind Ausdauersportarten

19 Der Rücken WITTEN transparent - 19 wie Wandern, Schwimmen oder Radfahren. Auch gezielte Entspannungstechniken wie Autogenes Training, Progressive Muskelentspannung oder Yoga haben sich bewährt. Ein warmes Vollbad oder eine Massage mit einem speziellen Schmerzöl aus der Apotheke lockern nach einem anstrengenden Arbeitstag die beanspruchte Muskulatur, lösen Verspannungen und steigern das Wohlbefinden. Das Lukas Hospiz Herne und das St. Elisabeth Hospiz Witten wurden im Rahmen einer Mitarbeiterbefragung von Great Place to Work mehrfach ausgezeichnet. Beide Hospize sind Bester Arbeitgeber Gesundheit und Soziales, Bester Arbeitgeber in NRW und Bester Arbeitgeber im kleinen Mittelstand. Great Place to Work ist ein international tätiges Forschungs- und Bildungsinstitut, das in Zusammenarbeit mit Arbeitgebern das Betriebsklima in verschiedenen Unternehmen untersucht. Die Grundlage für die Bewertung bietet eine anonyme Befragung der Mitarbeiter. Anhand der Ergebnisse dieser Umfrage beurteilt Great Place to Work die teilgenommenen Unternehmen und zeichnet sie aus. Dabei haben die beiden Hospize der St. Elisabeth Gruppe Katholische Kliniken Vor allem Patienten, die häufig unter Rückenschmerzen leiden, sollten auf eine korrekte Körperhaltung achten und diese gezielt trainieren. Das stärkt nicht nur Flexibilität, Kraft und Koordination der Muskulatur, sondern verbessert gleichzeitig die Fitness. Viele Krankenkassen übernehmen mittlerweile die Kosten für entsprechende Schulungen bei einem Physiotherapeuten oder eine manuelle Therapie bei einem Osteopathen. Wann zum Arzt? Bessern sich die Beschwerden trotz Einnahme eines Rhein-Ruhr hervorragende Ergebnisse erzielt. In der Kategorie Pflegeeinrichtungen mit weniger als 50 Mitarbeitern belegt das St. Elisabeth Hospiz Witten Platz 1 und das Lukas Hospiz Platz 3. Damit zählen beide Einrichtungen zu den Top 3 dieser Kategorie. Ausgezeichnet werden Unternehmen, die ihren Beschäftigten eine besonders mitarbeiterfreundliche Unternehmenskultur bieten. Darin spiegeln sich beispielsweise Aspekte wie eine freundliche Arbeitsatmosphäre, der Stolz auf gemeinsame Leistung oder auch der Spaß bei der Arbeit wider. In all diesen Bereichen haben 100 Prozent der Mitarbeiter der Hospize zugestimmt. Bei Kategorien wie zum Beispiel Schmerzmittels und Anwendung der allgemeinen Maßnahmen nicht innerhalb von drei Tagen oder treten sie sehr häufig auf? Dann sollten Sie sich unbedingt an Ihren Hausarzt oder einen Orthopäden wenden. Das Gleiche gilt, wenn Rückenschmerzen im Zusammenhang mit weiteren Beschwerden wie plötzlich zunehmender Schwäche, Inkontinenz, Taubheitsgefühlen oder Kribbeln in den Beinen auftreten. v Beteiligung am Erfolg, Work-Life-Balance oder Aufmerksamkeit für jeden haben sich die Hospize sogar weit von der Konkurrenz abgesetzt. Wir freuen uns sehr, dass die Ergebnisse in beiden Hospizen außerordentlich gut sind und dies mit Auszeichnungen gewürdigt wird, lobte Theo Freitag, Geschäftsführer der St. Elisabeth Gruppe. Die hohe Mitarbeiterzufriedenheit spiegelt sich auch in der sehr guten Arbeit der Mitarbeiter Marco Mohrmann PTA und Bildungswissenschaftler, Amts-Apotheke (Inh. Dr. S. Schröder), Bochum-Lgdr. St. Elisabeth Hospiz Witten und Lukas Hospiz Herne mehrfach ausgezeichnet wider. Das übergeordnete Ziel der beiden Hospize ist es, Schwerstkranke ein Sterben in Würde und den Angehörigen ein begleitetes Abschiednehmen zu ermöglichen. In der Vergangenheit haben die Einrichtungen der St. Elisabeth Gruppe schon oft erfolgreich an Mitarbeiterbefragungen teilgenommen: Im Jahr 2017 wurde das Lukas Hospiz Herne ebenfalls als Bester Arbeitgeber Gesundheit und Soziales ausgezeichnet. Das St. Elisabeth Hospiz Witten (Foto) sowie das Lukas Hospiz Herne wurden für ihre besonders mitarbeiterfreundliche Unternehmenskultur mehrfach ausgezeichnet.

20 20 - WITTEN transparent Der Rücken Rückengesundheit am Arbeitsplatz Viele Menschen mit einem Bürojob kennen das Problem Rückenschmerzen: Am Ende eines Arbeitstages melden sich Beschwerden im Nacken, Schultern und der Lendenwirbelsäule. Häufig kommen noch quälende Kopfschmerzen dazu. Der Grund ist meistens Bewegungsmangel. Körperlich arbeitende Menschen sehen die Schreibtischtätigkeit als leicht an, doch das ist nicht der Fall. Zwar mag man denken, dass Sitzen den Körper am wenigsten belastet, dies gilt allerdings nicht für den Rücken. Durch die dauerhaft monotone Sitzhaltung am Schreibtisch entstehen vor allem im Schulter- und Nackenbereich Verspannungen. Das kommt dadurch, dass die Hauptarbeit mit den Händen geleistet wird und so sehr viel Gewicht an der Halswirbelsäule und den Schultern hängt. Zusätzlich wird der Kopf, z. B. beim Telefonieren, oft sehr ungünstig gehalten. Viel Sitzen belastet die Bandscheiben Bandscheibenprobleme sind ebenfalls nicht selten, weil die Belastung der Bandscheiben beim Sitzen sehr viel höher ist als beim Stehen oder Gehen. Durch mangelnde Bewegung fehlt es den Bandscheiben an Flüssigkeit und Nährstoffen und sie nutzen sich eher ab. Aber auch die Arbeitsbelastung (Stress) in Kombination mit den körperlichen Faktoren (Körperhaltung und Bewegungsmangel) begünstigen das Auftreten von Rückenschmerzen. Was kann man tun, damit der Rücken gesund bleibt? Zu aller erst muss man die problematischen Situationen am Arbeitsplatz erkennen und, falls möglich, verbessern. Das häufigste Problem ist oft der Bewegungsmangel, diesem kann leicht entgegengewirkt werden. Telefonate könnten beispielsweise im Stehen geführt werden, der Drucker könnte in einem anderen Raum stehen und mit den Kollegen könnte man persönlich sprechen, anstatt Mails zu schreiben. Man sollte jede Gelegenheit nutzen, um eine aktive Denkpause einzulegen. In der Mittagspause ist sicherlich noch Zeit für einen kurzen Spaziergang. Eine zusätzliche Möglichkeit, Rückenschmerzen im Büro zu minimieren, ist ein ergonomisch gestalteter Arbeitsplatz mit rückengerechten Büromöbeln. Der Einfluss von Stress auf die Arbeit lässt sich leider meist nicht so leicht verändern. Fazit Um Rückenschmerzen dauerhaft zu vermeiden, ist die Einsicht und eine Änderung des Bewegungsverhaltens am Arbeitsplatz notwendig. Die Muskulatur muss kräftig bleiben und braucht einen ständigen Wechsel zwischen Belastung und Entlastung. Das gilt sowohl für den Arbeitsplatz als auch für die Freizeit. Der Arbeitgeber kann durch die Gestaltung des Arbeitsplatzes nur einen kleinen Teil zur körperlichen Gesunderhaltung beitragen. Für eine schnelle Abhilfe bei beginnenden Rückenschmerzen und für mehr Bewegung am Arbeitsplatz können folgende Übungen sorgen. Wichtig bei der Ausführung der Übungen: Auf einen aufrechten Sitz achten und jede Übung 10-mal (pro Seite) wiederholen. Claudia Bartschek Leitung Zentrum für Prävention, Therapie, Rehabilitation und sportmedizinische Diagnostik der St. Elisabeth Gruppe Standort Marien Hospital Witten Übungen gegen Rückenschmerzen Quelle: St. Elisabeth Gruppe Katholische Kliniken Rhein-Ruhr Den Kopf langsam nach vorne neigen, dann langsam nach hinten neigen. Die Arme hängen locker neben dem Körper, die Daumen zeigen nach vorn. Die Arme in die Streckung nach hinten bewegen, dabei zeigen die Daumen nach oben. Die Schulterblätter nach hinten unten ziehen. Die Spannung kurz halten, dann in die Ausgangsstellung zurückkehren. Die Wirbelsäule langsam einrollen, das Kinn zur Brust bewegen und den Oberkörper soweit es möglich ist einrollen. Der Kopf und die Schultern bleiben locker, das Gesäß hebt sich nicht von der Sitzfläche ab. Dann die Wirbelsäule langsam wieder aufrollen und aufrichten. Den Kopf langsam zur linken Seite neigen, dann zur rechten Seite. Den Kopf langsam zur linken Seite drehen, der Blick bleibt stets auf gleicher Höhe. Dann den Kopf zur rechten Seite drehen.

21 Der Rücken WITTEN transparent - 21 Der psychosomatische Rücken Vielleicht sind Sie auch jemand, der mehr oder weniger unter Rückenbeschwerden leidet. Vielleicht haben Sie schon einiges unternommen, um Ihre Beschwerden los zu werden. In vielen Fällen helfen ärztliche Empfehlungen. Aber oft höre ich auch die Klage, dass, obwohl man alles gemacht hat, nichts geholfen habe. Das kann durchaus so sein, wenn z.b. die eigentliche Ursache der Beschwerden nicht der Rücken, die Wirbelsäule ist, sondern die Seele! Was hat die Seele mit dem Rücken zu tun? Wenn wir Probleme, Sorgen, Belastungen zu tragen haben, so suchen wir nach Abhilfe. Wenn es uns möglich ist, Probleme zu erkennen und sie zu beheben, fühlen wir uns wieder wohl. Nicht immer ist das möglich, nicht immer erkennen wir, dass uns etwas belastet. Dann kann es sein, dass uns der Körper Signale schickt. Es gibt Menschen, die haben einen empfindlichen Magen, der auf seelischen Stress und Belastungen reagiert, nach dem Motto: Da ist mir etwas auf den Magen geschlagen. Andere bekommen in Belastungssituationen vermehrt Kopfschmerzen. Vielfach können diese Kopfschmerzen hartnäckig sein und zu umfangreichen Untersuchungen Anlass geben. Ich habe Patienten kennen gelernt, die 5 oder 6 verschiedene Fachärzte aufgesucht haben, weil sie sich wegen ihrer Kopfschmerzen sorgten. Alle Untersuchungsergebnisse waren unauffällig. Die Patienten waren sehr irritiert, weil sie starke Beschwerden hatten und niemand etwas finden konnte. Aber irgendetwas hat ihnen Kopfzerbrechen gemacht, und das muss nicht immer ein körperliches Leiden sein! Die Seele sucht sich ein Ventil, sie schickt Signale. Sie möchte gehört werden, damit wir uns um Abhilfe kümmern. Wenn wir die körperlichen Beschwerden nur als Ausdruck eines körperlichen Leidens verstehen, kann es eben passieren, dass das eigentliche Problem, das sich dahinter verbirgt, nicht erkannt wird und es auch zu keinem Behandlungserfolg kommt. Der Rücken ist ganz besonders anfällig für die Belastungen, denen wir uns tagtäglich aussetzen müssen - der Rücken muss tragen und halten. Er sorgt dafür, dass wir möglichst aufrecht durch unser Leben kommen. Wenn die Last zu groß wird, beugen wir uns. Chronische Schmerzen, Verspannungen sind sehr unangenehm, Massagen, Krankengymnastik sind Möglichkeiten der Linderung. Wir können uns aber auch Gedanken darüber machen, was uns belastet und bedrückt, was uns angespannt und verkrampft macht. Allein die Bewusstmachung möglicher Faktoren, die ungünstig auf uns einwirken und zu Verkrampfungen führen können, kann ein erster Schritt in eine gute Richtung sein, die Beschwerden durch Hinwendung und Erkennung von Schwierigkeiten anzugehen und die Aufmerksamkeit vom Rücken abzulenken auf die eigentlichen Probleme, um die wir uns kümmern müssen. Massagen tun gut. Und es tut gut, sich dabei ausgiebig zu entspannen. Auf Dauer erfolgreich und beschwerdefrei werden wir am ehesten, wenn wir uns aktiv und selber um unsere Befindlichkeit kümmern und uns sowohl um die seelische Gesundheit sorgen, als auch durch aktive Muskelarbeit, durch regelmäßigen Sport für die Elastizität und Anpassungsfähigkeit an Belastungen für den Körper sorgen. Seele und Körper gehören zusammen. Wenn eine Seite belastet wird, kann sich dies auf die andere Seite auswirken wie umgekehrt. Aus diesem Grunde ist eine ein seitige therapeutische Hinwendung auf das Organ, das mir gerade Beschwerden bereitet, oft nicht so erfolgreich wie eine ganzheitliche Betrachtung der Situation, in der ich mich gerade befinde. Dr. Rita Wietfeld

22 22 - WITTEN transparent Neues aus den Krankenhäusern Der große Junge aus Dortmund-Eving geht Prof. Dr. Martin Bergbauer hat sich in den Ruhestand verabschiedet Wenn ein von allen anderen schon todgesagter Herzkranker in die Kardiologie des Marien Hospitals gebracht wurde und nach der Behandlung selbständig zu Fuß wieder die Klinik verlassen konnte, so war das mein größter Erfolg, erklärte Prof. Dr. Martin Bergbauer auf die Frage nach dem größten Erfolg binnen seiner 28jährigen Tätigkeit am Marien Hospital Witten. Diese Antwort sagt mehr über den Arzt und Menschen Martin Bergbauer aus, als es andere Worte könnten. Der Patient war ihm stets das Wichtigste, und mit Engagement, Entwicklung, Innovation und auch durch das Hinzuziehen weiterer Spezialisten sorgte er dafür, dass den kardiologischen Patienten stets die bestmöglichen (häufig auch neuesten ) Therapiemethoden zuteil wurden. Das gilt genauso für die Patienten der Inneren Medizin, die Prof. Dr. Bergbauer ebenfalls am Marien Hospital aufbaute und bis zum Eintritt in den Ruhestand, Ende 2018, leitete. Nach rund 28 Jahren Tätigkeit am Wittener Marien Hospital ist der Ärztliche Direktor und Chefarzt der Kardiologischen und Medizinischen Klinik nun in den Ruhestand verabschiedet worden. Binnen seiner Tätigkeit in Witten hat der bekannte Mediziner nicht nur Medizingeschichte vor Ort miterlebt, er hat sie auch geschrieben. Als er 1991 die Position des Chefarztes übernahm, widmete er sich zunächst dem Ausbau der Medizinischen Klinik. In dieser Funktion hat er viele organisatoreisch sowie strukturelle Veränderungen aktiv mitbegeleitet und gestaltet. Ein Beispiel nannte er selbst: Die Verkürzung der Liegezeit im Krankenhaus. Als er am Marien Hospital anfing, betrug die durchschnittliche Verweildauer der Patienten im Krankenhaus 21 Tage. Dies erschien der AOK als zu üppig. Deren Chef übte entsprechenden Druck auf den damaligen Verwaltungsdirektor des Marien Hospitals aus, die durchschnittlicher Verweildauer der Patienten zu drücken. Klar, dass es dabei um Kosteneinsparnisse ging. Der Verwaltungsdirektor reichte diese Aufgabe an Prof. Dr. Bergbauer mit den Worten weiter: Wenn Sie es schaffen, die durchschnittliche Verweildauer der Patienten von 21 auf 17 Tage zu drücken, ohne dass dabei die Auslastung zurückgeht, sind Sie mein Mann!... Prof. Dr. Bergbauer schaffte es. Wie? Das hat er nicht verraten. Viel wesentlicher aber ist die inhaltliche Ausrichtung der Medizinischen Klinik auf wie Prof. Bergbauer es nannte die wichtigsten Volkskrankheiten: Lungenerkrankungen und Erkrankungen des Magen-/Darmtraktes. Schon früh hegten er und der Verwaltungsvorstand den Wunsch, eine Kardiologie aufzubauen, zumal es im EN-Kreis noch keine gab und somit ein Bedarf offensichtlich erschien. Dies sahen aber nicht alle so. Zu denen, die das anders sahen, gehörte die Bezirksregierung. Der Versuch Bergbauers und Co., per Klage gegen die Bezirksregierung zur Genehmigung für den Aufbau einer Kardiologie zu kommen, scheiterte. Prof. Dr. Bergbauer erinnert sich: Aber 1999 kam sie dann doch! (...) Auf einmal war ich Chefarzt von zwei Krankenhausabteilungen. Zu seinen Verdiensten gehörte u.a. auch der Aufbau des Herzkatheter-Labors mit 3-D-Mappingsystem und einem elktrophysiologischen Messplatz. Unter seiner Leitung wurden neue Geräte angeschafft und immer wieder an den neuen medizinischtechnischen Stand angepast. Heute verfügt die Klinik über zwei Herzkatheterlabore und eine moderne medizinische Austattung, so dass sämtliche akute und chronische Herzerkrankungen wie Vorhofflattern, Vorhofflimmern, Kammertachykardie sowie verengte und verschlossene Herzkranzgefäße behandelt werden. Jährlich werden hier über Herzkatheteruntersuchungen durchgeführt. Die interventionelle minimal-invasive Behandlung von Herzerkrankungen mit modernsten Kathetereingriffen gehört zu den Schwerpunkten der Klinik. Die Klinik zu modernisieren und auf ein hohes Niveau zu bringen, war eine sehr reizvolle, aber auch herausfordernde und arbeitsreiche Aufgabe. Im Laufe der Jahre hat sich ein Team mit hoher Kompetenz und Expertise entwickelt, so Prof. Dr. Martin Bergbauer. Der erfahrene Herzspezialist hat in seiner Laufbahn wegweisende Zeichen in der Kardiologischen Klinik gesetzt und sich für den steten Einsatz modernster, innovatier und schonender Verfahren eingesetzt, um für die Patienten langfristig die beste Lebensqualität zu erzielen. So zählte die Kardiologische Klinik 2018 zu den nationalen TOP-Kliniken in der Focus-Bewertung. In diese Bewertung flossen u.a. die Anwendung sogenannter Hybridverfahren, also die Kombination aus kardioloigsichen und gefäßchirurgischen Eingriffen sowie die fachübergreifende Zusammenarbeit ein. Ebenfalls große Anliegen waren ihm Forschung und Lehre. Als Lehrbeauftragter der Universitäten Bochum und Witten-Herdecke hat er intensiv an modernen, innovatien Ausbildungskonzepten zur Nachwuchsförderung gearbeitet und diese durch neues wissenschaftli- Prof. Dr. Martin Bergbauer che Forschungserkenntnisse stetig erweitert. Um auf dem aktuellen Stand zu bleiben, nahm er an zahlreichen Fortbildungen teil und bildete im Klinikalltag selbst angehende Mediziner aus. Die Behandlungsmöglichkeiten von Herzerkrankungen haben sich durch die rasante Entwicklung und hohe Technisierung in den letzten Jahren enorm verbessert. Dadurch ist es möglich, nicht nur das Leben der Patienten zu verlängern, sondern auch die Lebensqualität der Betroffenen exellent zu verbesern. Voraussetzung für die bestmögliche Behandlung ist jedoch, die neuesten wissenschaftlichen Erkenntnisse zu verfolgen und sich neue Technologien anzueignen, um mit der Entwicklung Schritt halten zu können. Dabei ist es wichtig, den Patienten nie aus den Augen zu verlieren, erklärte der 66jährige Herzspezialist. v

23 Neues aus den Krankenhäusern WITTEN transparent - 23 Beratung und Unterstützung in Krisensituationen Soforthilfe-Witten lud zur Informationsveranstaltung ein Ende März lud die Soforthilfe-Witten und die Ambulante Psychiatrische Pflege der St. Elisabeth Gruppe in das Marien Hospital Witten ein. Die Besucher erhielten einen Überblick über die verschiedenen Angebote und Hilfestellungen für Menschen, die sich in pflegerischer, sozialer oder psychosozialer Not befinden. Seit Anfang des Jahres sind die Mitarbeiter der Soforthilfe-Witten und der Ambulanten Psychiatrischen Pflege in Witten aktiv. Als Ansprechpartner in Notsituationen bieten sie individuelle Unterstützung sei es bei pflegerischen, sozialen oder psychosozialen Problemen. Azerina Schulz und Laura Pohl, Sozial- und Pflegemanagerinnen bei der Soforthilfe, erläuterten im Rahmen der Informationsveranstaltung anhand verschiedener Beispiele, wie konkrete Hilfe umgesetzt werden kann. So unterstützen sie beispielsweise Angehörige bei der Versorgung von Pflegebedürftigen, indem sie sich um einen Kurzzeit- oder Tagespflegeplatz kümmern. Hierzu gehören auch Vermittlungsund Informationsgespräche mit unterschiedlichen Netzwerkpartnern. Zu den Partnern gehören unter anderem Sozialdienste, ambulante und stationäre Pflegedienste sowie Fach- und Hausärzte. Es kommt auch vor, dass sie zu den Betroffenen nach Hause kommen. Mit einem Besuch vor Ort können wir uns ein genaueres Bild über die Situation machen und häufig hilft es den Betroffenen schon, dass jemand für sie da ist und sich ihnen zuwendet, berichten Schulz und Pohl in ihrem Vortrag. Informierten über das Konzept der Soforthilfe und der Ambulanten Psychiatrischen Pflege für den Standort Witten (von links): Dr. Peter W. Nyhuis, Direktor und Chefarzt, St. Marien Hospital Eickel, Laura Pohl, Sozial- und Pflegemanagerin, Soforthilfe, Herbert Rzyski, Pflegedienstleiter, St. Marien Hospital Eickel, Azerina Schulz, Pflegemanagerin, Soforthilfe und Dr. Sabine Edlinger, Mitglied der Geschäftsleitung der St. Elisabeth Gruppe. Die Ambulante Psychiatrische Pflege hat das Ziel, Klinikaufenthalte psychiatrisch erkrankter Menschen zu vermeiden oder zu verkürzen. Herbert Rzyski, Pflegedienstleiter des St. Marien Hospital Eickel, stellte bei der Informationsveranstaltung verschiedene Angebote vor. Hierzu zählen konkrete Hilfestellungen bei der Alltagsbewältigung, Unterstützung bei der Medikamenteneinnahme sowie Orientierung gebende Gespräche mit den Betroffenen. Die Angebote betreffen alle Lebensbereiche und tragen dazu bei, dass Betroffene trotz ihrer psychischer Beeinträchtigung am sozialen Leben teilnehmen können, so Rzyski. Auch Dr. Peter W. Nyhuis, Direktor und Chefarzt des St. Marien Hospital Eickel, betonte in seinem Vortrag die Bedeutung der psychiatrischen ambulanten Pflege. Die ambulante Unterstützung ermöglicht Menschen mit psychischer Beeinträchtigung ein eigenständiges Leben in ihrer gewohnten Umgebung zu führen. Dies ist eine effektive Ergänzung zur psychiatrischen ärztlichen Behandlung, so Dr. Nyhuis. Die Veranstaltung bot eine gute Möglichkeit, um das Manuela Portus Matias Tel / Breitestr. 61 l Witten neue Angebot unter den Wittener Bürgerinnen und Bürgern bekannt zu machen, hält Dr. Sabine Edlinger, Mitglied der Geschäftsleitung der St. Elisabeth Gruppe abschließend fest. v Wir bedanken uns recht herzlich bei allen Kundinnen und Kunden, Freundinnen und Freunden für die Glückwünsche und Zuwendungen, die uns anlässlich des 25jährigen Jubiläums von Manuelas Hairstyle entgegengebracht wurden! Anna Manuela Kirsten Neue Öffnungszeiten ab Mai 2019 Mo. + Di. geschlossen Mi Uhr Do Uhr Fr Uhr Sa Uhr Termine nach Vereinbarung Maria Bola Mehtap

24 24 - WITTEN transparent 25 Jahre Manuelas Hairstyle Als sich am 6. April sechs Damen höchst-gestylt und im festlichen Outfit zum Fototermin vor dem Friseursalon Manuelas Hairstyle an der Breite Straße 61 aufbauten, zeichnete sich ein besonderes Ereignis ab. Dort, wo sonst Haare geschnitten, gefärbt, gefönt und gestylt werden, wurde gefeiert: Das 25jährige Bestehen von Manuelas Hairstyle. Viele Kundinnen und Kunden, Freunde und Bekannte ließen es sich nicht nehmen, der Chefin und Namensgeberin von Manuelas Hairstyle hierzu persönlich zu gratulieren. Manuela Portus Matias hat das Friseuergeschäft vor einem Vierteljahrhundert quasi aus einer Notsituation heraus gegründet. Sie war damals eine 21 Jahre junge Friseurin, als plötzlich ihr Chef verstarb und das Friseurgeschäft ohne Meister hinterließ. Das war im Jahre 1994; der Friseur-Salon befand sich damals noch an der Galenstraße 52. Und irgendwie sollte es weitergehen. Manuela Portus Matias erhielt auf Antrag eine befristete Ausnahme- und Sondergenehmigung zur Fortführung des Betriebes. Auflage war: Sie musste binnen kürzester Zeit ihre Meisterprüfung ablegen (Stichwort Meisterzwang ), damit wieder alles in geregelte Bahnen kommen konnte. Das war eine harte Zeit, erinnert sich Manuela Portus Matias. Sie musste zur Meisterschule und gleichzeitig musste der Betrieb weiterlaufen. Ohne mein Team, das mich so großartig unterstützt hat, wäre das gar nicht möglich gewesen, erklärt sie rückblickend. Aber es sollte klappen: Im Januar 1995 legte sie erfolgreich ihre Meisterprüfung ab. Zehn Jahr später zog Manuelas Hairstyle um. Die neuen Räumlichkeiten an der Breite Straße 61 wurden modern eingerichtet und präsentieren sich auch heute noch übersichtlich, offen und gemütlich. Doch es wäre fatal, den Friseursalon an den Äußerlichkeiten zu bewerten: Das Wichtigste für Manuela und ihr Team ist die Kundenzufriedenheit, und die wird nicht nur, aber in erster Linie durch Qualität erreicht. Darum legt Manuela Portus Matias auch Wert auf Weiterbildungen und Schulungen im branchenspezifischen Bereich. Da bedarf es schon einer gehörigen Portion an Fachkenntnis, Erfahrung und Kompetenz, um sich in diesem Markt, auf den immer neue Styling- und Pflegeprodukte drängen, zurechtzufinden. Aber das ist eben erforderlich, um die Kunden mit ihren individuell unterschiedlichen Gegebenheiten und Wünschen kompetent beraten und bedienen zu können. Zahlreiche Erfolge und Auszeichnungen bei den unterschiedlichsten Veranstaltungen der Branche zeugen vom Erfolg der Bemühungen Manuelas, stets up to date zu sein hinsichtlich dessen, was die Mode-Uhr gerade geschlagen hat. Ein weiterer wichtiger Bestandteil zur Erlangung der Kundenzufriedenheit ist der Preis. Folgender Slogan gehört zur Firmenphilosophie von Manuelas Hairstyle: Qualität muss Das Team von Manuealas Hairstyle zum 25jährigen Jubiläum des Friseursalons an der Breite Straße 61: (von links) Mehtap, Anna, Maria, Manuela, Kirsten und Bola. bezahlbar bleiben! Diese Bodenständigkeit und die offene Freundlichkeit des gesamten Teams werden von den Kunden sehr geschätzt. Und auch, dass hier Mode als Empfehlung, nicht als Diktat angesehen wird. Wir setzen gerne die aktuellen Haarmoden-Trends individuell passend um, wenn es gewünscht wird, so die Friseurmeisterin, verbindlich sind aber die Kundenwünsche. Ob alt, ob jung Manuelas Hairstyle arbeitet gewissermaßen generationsübergreifend. Und dass alle im Team mit viel Spaß bei der Sache sind, ist unübersehbar. Das 25jährige Firmenjubiläum nimmt Manuela Portus Matias zum Anlass, sich einen großen Wunsch zu erfüllen: Mehr Freizeit, mehr Zeit für die Familie und fürs Private. Darum wird ab Mai ein weiterer freier Tag eingeführt: Der Dienstag. Geöffnet ist Manuelas Hairstyle ab Mai dann von mittwochs bis samstags, zu unterschiedlichen Zeiten. Und was sagen die Kunden dazu? Sie gönnen es mir!, so Manuela Portus Matias.

25 WITTEN transparent - 25 Mein Haus, mein Garten, meine Firma, mein Grundstück......und alles von oben! Denn: Luftaufnahmen sind keine Hexerei! Drohnenaufnahmen von Ihren Grundstücken und Immobilien nach Ihren Vorstellungen.* Verlag Olaf Gellisch Tel / * Nur im Rahmen der gesetzlichen Bestimmungen für die Verwendung von Drohnen. Langendreer Der Film / Der Sound Der Stadtteilfilm aus dem Jahr 2017 auf DVD und die komplette Filmmusik auf CD 15,- Erhältlich bei: Rewe und Naturkost Artmann Birkhuhnweg 5a Bochum Kneipe Bahnhof Langendreer Wallbaumweg Bochum Amts-Apotheke (Inh. Dr. S. Schröder) Alte Bahnhofstr Bochum Paul Rybarsch Hörsysteme bei der Bochumer Gesundheitsmesse Hörgeräte-Akustik-Unternehmen mit Wittener Wurzeln feiert in diesem Jahr sein 50jähriges Jubiläum Das Hörgeräte-Akustik-Unternehmen mit Wittener Wurzeln, das in diesem Jahr sein 50jähriges Jubiläum feiert, war wieder bei der Gesundheitsmesse des Medizinischen Qualitätsnetzes Bochum vertreten: Mit kostenlosen Hörtests und einem interessanten Gewinnspiel. Auf dem Vorplatz des Ruhr- Congresses lockte bei besten Witterungsverhältnissen der Stand des Hörgeräte- Akustik-Unternehmens zahlreiche Besucher an. Viele von ihnen nahmen die Gelegenheit für einen unkomplizierten und unverbindlichen Hörtest wahr. Anders als in den Vorjahren, war diesmal der Clown mit seinen Luftballonbastelleien nicht dabei. Und dies aus gutem Grund, erklärte Dustin Bitter, Hörgeräte-Akustikmeister und Leiter der Bochumer Filiale von Paul Rybarsch Hörsysteme: Der Clown wird zu sehen und zu erleben sein, allerdings erst im Mai und am Wittener Standort des Unternehmens, also am Ur-Geschäft von Paul Rybarsch, an der Johannisstr. 17. An dieser Stelle wird es am 25. Mai ein großes Jubiläumsfest mit Musik, Bratwürstchen, Getränken und den Clown Brothers geben. Interessenten, die dieser Feier beiwohnen möchten, mögen sich bis zum 10. Mai per com) der per Telefon (0234 / ) anmelden. Darüber hinaus gibt es vom 13. bis ANZEIGE zum 17. Mai eine Aktionswoche zum Jubiläum mit Überraschungen und Jubiläums-Rabatten in allen neun Filialen des Unternehmens.

26 26 - WITTEN transparent Leben im Alter Wie will ich im Alter leben? Was kann ich mir leisten? Wittener Seniorenbüro startete alljährliche Info-Kampagne durch die Wittener Stadtteile Es spricht sich zumeist herum, wenn das Wittener Seniorenbüro mit seiner Informations-Kampagne zum Thema Wohnraumanpassung auf Tour geht. So konnte man zumindest den Eindruck beim diesjährigen Start an der Bommeraner Apotheke am Ring haben, denn: Wie schon im letzten Jahr, kamen einige Senioren, aber auch deren Angehörige, ganz gezielt zum Stand, um sich dort informieren zu lassen. Diese Informationsreihe, die an jedem 1. Montag im Monat (außer in diesem Jahr im Juni) in einem anderen Wittener Stadtteil stattfindet, richtet sich in erster Linie an Senioren, die den Wunsch haben, so lange wie möglich in den eigenen vier Wänden zu leben. Hierzu wurden wieder eine Menge Hilfsmittel für den Alltag und auch Möglichkeiten zur seniorengerechten Wohnraumanpassung vorgestellt. Warum Anpassung des Wohnraums? Birgit Böcker bringt es auf den Punkt: Es ist Wohnraum für Senioren da; aber ist dieser für die Betroffenen auch immer bezahlbar? Es ist gar nicht mal das vielfach zitierte Problem, dass Senioren, die in die Pflegebedürftigkeit geraten, aus Gründen der Standortverbundenheit nicht aus ihrer alten Wohnung heraus wollen sie können es oft nicht, da Alternativen für sie unbezahlbar sind. Nehme man doch zum Beispiel mal die neue, auf Seniorenbedürfnisse zugeschnittene Wohnanlage in Stockum, Hörder Straße Ecke Himmelohstraße. Um hier eine Wohnung erwerben zu können, müssen die Beztroffenen ersteinmal über Euro berappen. Laut Investor richtet sich das Angebot an Senioren, die bereits eine Immobilie besitzen und diese dann veräußern, um an das nötige Geld für eben eine solche Wohnung zu kommen. Und wer nun nicht in dieser komfortablen Situation ist? Ihnen empfiehlt sich, die eigenen vier Wände seniorengerecht umzugestalten. Größere, auch heimische Infos rund ums Thema Wohnen im Alter boten Birgit Böcker und Wilfried Braun vom Wittener Seniorenbüro sowie (nicht auf dem Bild) Hans-Werner Geburek von der FTB-Wohnberatung zum Auftakt der diesjährigen Informationsreihe des Wittener Seniorenbüros. Der Auftakt fand an der Apothe am Ring in Bommern statt. Schwerpunkt dieser alljährilichen Tour des Seniorenbüros durch die Wittener Stadtteil bilden Infomationsangebote zur seniorengerechten Wohnraumanpassung. Wohnungsgesellschaften haben den Nutzen solcher Maßnahmen größtenteils erkannt und investieren in solche Modernisierungsmaßnahmen. Bei Neubauten wird sowieso darauf geachtet. Barierefreiheit, ebenerdige Erreichbarkeit und ein seniorengerechtes Bad sind dabei markante Punkte. Wie wird das Bad seniorengerecht? Und da gibt es eine ganze Menge an Möglichkeiten, die Senioren den Alltag in den eigenen vier Wänden erleichtern und sicherer machen. Das Spektrum reicht von der Beseitigung von Stolperfallen über die barrierefreie Wohnungsgestaltung bis hin zur seniorengerechten Gestaltung des Sanitärbereichs. Gerade letzteres wird immer wieder nachgefragt, erklärte Hans-Werner Geburek. Und dies aus gutem Grund: Toilettengang und Nutzung von Badewanne und Dusche werden im normal-gestalteten Sanitärbereich im Alter häufig nicht nur schwierig, sondern mitunter auch gefährlich. Die Gerontotechnik bietet da komfortable und sichere Alternativen. Dabei wirkt das unter den Gesichtspunkten der Seniorengerechtigkeit gerontotechnisch-gestaltete Bad keineswegs unmodern, kann Jürgen Niedereichholz, Geschäftsführer eines in Gerontotechnik zertifizierten Wittener Sanitär- und Heizungsbetriebes, glaubhaft versichern. Zu den Badausstattungselegementen, die besonders bewegungseingeschränkten Personen mehr Sicherheit und Komfort gewähren, gehören z.b. die höhenverstellbare Toilette ebenso wie die seniorengerechte Dusche und die Badewanne mit Seiteneinstieg und Wannenlift. Darum kann er Häuslebauern nur empfehlen: Bei der Planung des Bads sollte sinnvollerweise bereits an die Bedürfnisse des Alters gedacht und ggf. solche Elemente schon dann berücksichtigt werden. Das tut dem Erscheinungsbild des Bades keinen Abbruch und stellt sich am Ende für die Betroffenen häufig günstiger dar, als ein umfangreicher Umbau. Dass diese seniorengerechten Ausstattungselemente nicht nur die fürs Bad in vielen Altbauten fehlen, liegt in der Natur der Dinge, denn früher gab es dies nicht in dem Umfang und mit der modernen Technik, wie dies heute der Fall ist. Dass man aber eine Menge machen kann, hat sich auch bei den Senioren herumgesprochen. Doch dem Willen zur Modernisierung fehlt häufig die dazugehörig wichtige Infobasis. Können wir soetwas auch bei uns machen? und Können sie nicht mal vor Ort bei uns nachschauen, was machbar ist? sind Fragen, mit denen Birgit Böcker und Hans-Werner Geburek häufig konfrontiert wurden. Zielorientierte Senioren Anders als früher sind dem Vernehmen nach die Senioren heutzutage zielorientierter und nicht mehr so eng

27 Leben im Alter WITTEN transparent - 27 mit ihrem aktuellen Standort verbunden, wie diese früher der Fall war. Natürlich gibt es einige, die partout nicht aus ihren eigenen vier Wänden wollen, und damit dies auch nicht erforderlich ist, gibt es ja die Bertungen des Seniorenbüros. Aber natürlich sind Grenzen gesetzt. Viel ist machbar, aber eben nicht alles. Da muss auch mal vor Ort geschaut werden, was geht. Natürlich möchte jeder in seiner eigenen Wohnung verbleiben, so lange es geht. Aber der Wunsch nach Komfort, Sicherheit und auch nach sozialen Kontakten ist heutzutage oft sogar stärker. Manchmal ist es möglich, eine Wohnung seniorengerecht umzugestalten, was sich aber nicht als sinnvoll erweist, wenn die betroffenen Senioren mit dem Treppenhaus nicht mehr klarkommen und letztendlich die Wohnung gar nicht mehr Meistens bleibt es bei verbalen Anfeindungen. Es gibt aber auch Situationen, in denen sich das Pflegepersonal körperlich wehren muss. Darum bietet der Caritasverband seinen Mitarbeitenden jetzt ein Deeskalationstraining an. Hier lernen Schwestern wie sie sich vor Gewalt und körperlichen Angriffen schützen können. Derya Buyankara geht ihrer Kollegin Luisa Fischer an die Gurgel, zieht an ihren Haaren, greift nach den Armen und umklammert sie von hinten. Die Angegriffene wehrt die Attacken erfolgreich ab. Auch die anderen Pärchen im Raum suchen den Körperkontakt. Caritas- Pflegekräfte üben unter Anleitung von Deeskalationstrainer Oliver Krumme, wie verlassen können. In solchen Fällen raten die Berater auch zu einem Wohnungswechsel oder zur Suche nach einem Heimplatz. Seniorengerechter Wohnraum Selbstverständlich können wir auch bei der Suche nach seniorengerechtem Wohnraum behilflich sein. Aber das geht häufig nicht so schnell, wie es sich die Betroffenen wünschen, so Birgit Böcker. Das Seniorenbüro führt Listen über seniorengerechte Wohnungen, doch diese sind natürlich alle belegt. Die Betroffenen müssen also Zeit mitbringen und warten, bis eine dieser Wohnungen frei wird. sie bei Aggressionen, Gewalt und körperlichen Übergriffen professionell reagieren und sich schützen können. Weitergehendes Beratungsangebot Nicht nur an direkt betroffene Senioren richtet sich das Beratungsangebot. Auch pflegende Anghörige können die Beratungen in Anspruch nehmen. Es gibt Antworten auf viele Fragen: An wen wende ich mich, wenn meine Mutter oder ein Nachbar nicht mehr allein in der Wohnung leben kann? Welche Hausnotrufsysteme werden angeboten? Wer ist zuständig, wenn z.b. das Bad behindertengerecht umgebaut werden muss? Welche Pflegedienste stehen bereit? Wer bietet Essen auf Rädern an? Wer hilft pflegenden Angehörigen, wenn sie Entlastung brauchen? Welche Altenwohnungen und Altenheime gibt es? An wen wende ich mich, wenn die Rente nicht ausreicht? Wo befinden sich Treffpunkte für Senioren? Wer vermittelt Seniorenreisen? Hausbesuch vereinbaren Falls nicht alle Probleme vor Ort beantwortet werden können, kann während des Informationstages auch noch Mehr Sicherheit für Pflegekräfte Das Phänomen, dass bei manchen Menschen die Sicherung schnell durchbrennt und die Aggressivität zu- und die Hemmschwelle abnimmt, wird vermehrt beobachtet berichtet Andreas Waning, Fachbereichsleiter der Caritas. Vieles lässt sich im Vorfeld durch beruhigende Kommunikation abfangen, erläutert Angelika Teske. Wenn ich aggressiv reagiere, dann reagiert der Patient oder der Angehörige auch aggressiv. Wie sie professionell und sicher handeln, wenn gute Worte wenig helfen, lernen die Caritas-Pflegekräfte während der innerbetrieblichen Fortbildung. Trainer Oliver Krumme zeigt ihnen verschiedene Löse- und Abwehrtechniken und informiert über rechtliche ein Hausbesuch für eine individuelle Wohnberatung vereinbart werden. Mögliche Themen sind dann z. B. die Planung barrierefreier Bauvorhaben, die Beschaffung spezieller Hilfsmittel, Finanzierungsmöglichkeiten und Unterstützung bei der Antragstellung, Unterstützung beim Umgang mit Handwerkern, Vermietern oder Kassen. Die nächsten Termine Der nächste Beratungstermin ist in Herbede am Montag, 6. Mai, in Herbede. Die Berater mit ihrem Stand findet man dann in der Zeit von 9.30 Uhr bis 12 Uhr im Rathaus der Medizin im Bereich der See-Apotheke. Im Juni wird kein Beratungstermin in einem Stadtteil angeboten. Weiter geht es dann am 8. Juli in Stockum. Standort ist bei der Westfalen-Apotheke an der Hörder Straße. v Krankenschwestern sind beliebt. Sie helfen, sind freundlich und haben immer ein offenes Ohr. Und dennoch leben sie gelegentlich auch gefährlich. Immer wieder kommt es zu Konflikten mit verwirrten Patienten, überforderten Angehörigen oder zu sexuellen Übergriffen. Sich wehren gegen körperlicher Übergriffe: (von links) Yvonne Oldenburg, Mariola Bayer und Kampfsporttrainer Oliver Krumme. Grundlagen. Alle Übungen probieren die Teilnehmerinnen gleich paarweise aus. Hauptziel ist es, die eigene Gesundheit zu schützen, erklärt Oliver Krumme.

28 28 - WITTEN transparent Wohnen im Alter Zukunftsperspektiven der stationären Senioreneinrichtungen in Bo-Ost: Zwei neue Seniorenheime werden das Haus an der Grabelohstraße ersetzen SBO-Altenheime in Bochum-Werne und an der Dördelstraße in Langendreer Dass das städtische Seniorenheim an der Grabelohstraße aufgegeben wird, ist bekannt. Doch wie sieht die Zukunft der Versorgung mit Pflegeplätzen für Senioren im Bochumer Osten aus? Diese Frage stand im Mittelpunkt der jüngsten Stadtteilkonferenz in Langendreer, zu der der Stadtteilverein Langendreer hat s! eingeladen hatte. Vorstandsmitglied Karsten Höser begrüßte im vollbesetzten Versammlungssaal im Haus an der Grabelohstraße Tim Hüttemann und Patrick Panner von der SBO Senioreneinrichtungen Bochum ggmbh als Referenten. Tim Hüttemann zeigte anhand der Prognosen zum demographischen Wandel auf, dass sich der Anteil der Pflegebedürftigen bis zum Jahre 2060 mehr als verdoppeln wird. Der Bedarfsplan für stationäre Pflegeplätze weist mit 409 Plätzen für das Jahr 2020 (bezogen auf den Bochumer Osten) 57 Plätze mehr auf, als es noch der Bedarfsplan für das Jahr 2017 tat. Es gibt also diesbezüglich eine Unterversorgung, der es entgegenzuwirken gilt. Hauptmaßnahme ist der Bau neuer Seniorenpflegeeinrichtungen. Der aktuelle Plan für den Bochumer Osten sieht vor, dass das in die Jahre gekommene Altenheim an der Grabelohstraße durch zwei neue, zeitgemäße Senioreneinrichtungen ersetzt wird. Das Haus am Grabeloh hat zurzeit 148 Plätze. Ursprünglich waren es 180 Plätze. Zur Erfüllung der Einzelzimmer-Quote musste jedoch heruntergeschraubt werden. Jetzt ist geplant, an der Dördelstraße, auf dem Gelände des ehemaligen Baustoffhandels Langhoff ein neues Seniorenheim zu bauen. Es wird über 80 stationäre Plätze und 20 Tagespflegeplätze verfügen. Investor und Eigentümergemeinschaft stehen derzeit in Verhandlungen. Sobald diese abgeschlossen sind, kann die Umsetzung des Vorhabens begonnen werden. In Bochum-Werne an der Krachtstraße, wo sich der zweite Standort für ein Voll besetzt war der Veranstaltungssaal des Hauses am Grabeloh, also jenem Altenheim, dass nach Beschluss der Stadt Bochum zugunsten zweier neuer Seniorenpflegeheim-Standorte aufgegeben werdn soll. Wie und wo diese geplant sind, erklärten während der Stadtteilkonferenz, zu der der Verein Langendreer hat s! eingeladen hatte, Tim Hüttemann (hinten links) und Patrick Panner (hinten rechts) von der SBO. weitere SBO-Seniorenheim im Bochumer Osten befindet, ist man diesbezüglich schon etwas weiter, so dass in Kürze mit dem Baubeginn gerechnet werden kann. Das neue Seniorenheim in Bochum-Werne soll über 92 stationäre Plätze verfüguen, wovon 12 als Kurzzeitpflegeplätze ausgelegt werden. Die Pläne weisen für beide Häuser auch großzügige Außen- und Gemeinschaftsanlagen aus, die auch das soziale Miteinander begünstigen sollen. Trotzdem wurde aus der Versammlung der Stadtteilkonferenz kritisiert, dass die Bauten nicht mit Balkonen ausgestattet werden, was doch letztendlich ein Mehr an Lebensqualtität bedeuten würde. Die beiden Referenten erklärten hierzu, dass sich die Planungen natürlich an einem vorgegebenen Budget orientieren müssen, und dass dieses eben einen derartigen Komfort nicht vorsieht und man deshalb Gemeinschaftsterrassen eingeplant habe. Die Stadt mit ihrer Tochter SBO unternimmt also einiges, um der Unterversorgung mit stationären Pflegeplätzen für Senioren entgegenzuwirken. Sie steht damit nicht alleine da. Bekanntermaßen unterhält die AWO im Bochumer Osten zwei Seniorenzentren (Auf der Kiekbast, Bochum- Werne, und Frieda-Nickel- Zentrum, Bochum-Langendreer). Außerdem entsteht gerade eine 80 stationäre Plätze umfassende Seniorenresidenz der Belia an der Hauptstraße in Langendreer (wir berichteten), so dass es diesbezüglich doch eine üppige Versorung im Bochumer Osten gibt. Jedenfalls, wenn die Pläne dereinst wie geplant umgesetzt sind. Für beide SBO-Häuser wird eine Bauzeit von 14 bis 18 Monaten veranschlagt. Erst wenn die neuen Häuser beszugsfertig sind, wird das Haus an der Grabelohstraße freigezogen und als (städtischer) Seniorenheim-Standort aufgegeben.

29 Gellisch in Witten WITTEN transparent - 29 Trinkwasseranalyse 2018: Wittener Wasser weiterhin von bester Qualität Ob im Glas, im Bad oder im Babyfläschchen: Das Wittener Trinkwasser begleitet die Bürger durch den Tag. Zeit, dem durchsichtigen, aber lebenswichtigen Element zum Weltwassertag (fand am 22. März statt) die Aufmerksamkeit zu schenken und hinter die Kulissen des Verbund-Wasserwerks Witten zu schauen. Dabei geht der Blick bis ins kleinste Detail, denn das Verbund-Wasserwerk Witten stellt zu diesem Termin die Ergebnisse der aktuellen Trinkwasseranalyse des Jahres 2018 vor. Die durchweg gute Nachricht: Alle Werte sind wie in den Vorjahren bestens. Das Wittener Trinkwasser konnten wir auf einem konstant hohen Qualitätsniveau halten, berichtet Henrike Kreft, die im vergangenen Jahr ihre Position als Laborleiterin im Verbund-Wasserwerk Witten angetreten hat. Ultrafiltrationsanlage hat sich bewährt Geschäftsführer Klaus Döhmen verweist dabei auf die moderne Ultrafiltrationsanlage, die seit Dezember 2017 auch die feinsten Partikel aus dem Wasser filtert: Durch diese Anlage können wir die beste Wittener Wasserqualität noch entspannter erhalten. Unsere Werte unterschreiten die Grenzwerte der strengen Trinkwasser- Verordnung erneut um ein Vielfaches. Die Investition in die Ultrafiltrationsanlage hat sich demnach absolut bewährt. In diesem Jahr werden wir mit der Aktivkohleadsorption als letzten Modernisierungsschritt starten, erklärt Döhmen die weiteren Pläne. Im Rekordsommer 2018 hatte die Anlage bereits alle Poren voll zu tun: Am Spitzenreitertag, dem 27. Juli, hat das Verbund-Wasserwerk stolze m 3 Wasser zu den Wittenern gepumpt zum Trinken, Duschen, Planschen, Kochen, Bewässern oder einfach zum Abkühlen. Entsprechend ist auch der Jahresverbrauch der Bürgerinnen und Bürger 2018 in die Höhe gegangen: etwa m 3 Wasser zusätzlich flossen aus den Hähnen. Stellten die Werte der Wittener Wasserqualität vor Henrike Kreft, die neue Laborleiterin des Wasserwerkes, und Geschäftsführer Klaus Döhmen. Neue Laborleiterin Henrike Kreft Mit einer stabilen Versorgung und modernen Anlage hat Henrike Kreft eine gute Ausgangslage im Verbund- Wasserwerk Witten angetroffen. Seit Mai vergangenen Jahres ist sie dort als Laborleiterin tätig. Mittlerweile hat sie sich gut an ihrem Arbeitsplatz an der Ruhr eingelebt und hegt natürlich schon viele Pläne für die Laborarbeit des Verbund-Wasserwerks Witten. Eine aktuelle Herzensangelegenheit ist die Weiterführung der Akkreditierung für Auftragsbeprobungen. Damit dürfen wir auch für Externe Proben entnehmen und untersuchen. Das ist beispielsweise auch sehr interessant für die Wohnungswirtschaft, erklärt Henrike Kreft. Diese kann beim Labor des VWW Beprobungen für Immobilien in Auftrag geben. Interessenten können sich für Informationen direkt an das Verbund-Wasserwerk unter der -Adresse vww-witten.de wenden. Saisoneröffnung der Fahrgastschifffahrt auf der Ruhr Mit Sondergenehmigung aus Arnsberg haben die Stadtwerke Witten die Saison für ihr Fahrgaststschiff Schwalbe II dieses Jahr etwas früher eröffnet. Der Antriebsschaden des letzten Jahres ist behoben worden. Dass alles gut läuft, davon konnte sich auch Michael Blumberg (rechtes Bild) überzeugen, denn schließlich fällt das Schiff Schwalbe II in seinen Zuständigkeitsbereich als neuer Abteilungsleiter Bäder und Schifffahrt der Stadtwerke Witten. Dezember 2010

30 30 - WITTEN transparent Gellisch in Witten Smart in die Zukunft Stadtwerke Witten laden am 18. Mai zur Energiemesse 2019 ins Stadwerkehaus ein Elektromobilität, ökologisches Wohnen und das aktuelle Förderprogramm der Stadtwerke: Am 18. Mai 2019 können sich alle Interessierten im Forum der Stadtwerke Witten (Westfalenstraße) von 10 bis 15 Uhr bei der 15. Energiemesse der Wittener Stadtwerke wieder zu aktuellen Themen rund um Energie informieren und die Zukunft des Autofahrens selbst ausprobieren. Einblicke in die moderne Urologie Die gemütliche Atmosphäre und den direkten Austausch mit Experten aus den unterschiedlichsten Bereich des Handwerks schätzen viele Besucher der mittlerweile traditionellen Energiemesse bei den Stadtwerken Witten. Thematisch bewegt sich die Veranstaltung auch am 18. Mai 2019 am Puls der Zeit: In diesem Jahr ist die E- Mobilität ein großes und stark nachgefragtes Thema. Da deren Ausbau in Witten federführend von den Stadtwerken vorangetrieben wird, können sich die Besucher der Energiemesse natürlich umfassend darüber informieren. Außerdem haben sie die Möglichkeit, selbst ein Elektroauto Probe zu fahren und ein E-Bike auszutesten. E-Mobilität: Lademöglichkeiten und Stadtwerke Mobil -Tarif Zwischen 10 und 15 Uhr stellen diverse Autohersteller ihre elektrisch angetriebenen Fahrzeuge vor Ort vor und geben einen guten Überblick über die aktuell verfügbaren Modelle. Interessenten können sich außerdem gleich bei den Experten der Stadtwerke über die Möglichkeit des heimischen Ladens mittels einer Wallbox oder Ladesäule (je nach Bedarf) und dem speziellen Stadtwerke Mobil -Tarif für E-Auto-Fahrer. In den Tank kommen dank der Stadtwerke Witten natürlich 100 % Ökostrom. Immer ein großes Thema mit deutlicher Wachstumstendenz: Elektrofahrzeuge und ihre Energieversorgung vor Ort. Ökologisches Wohnen mit aktuellem Förderprogramm Auch ökologisches Wohnen, nachhaltiges Sanieren und das Thema Smart Meter, also intelligente Zähler, werden auf der Energiemesse in diesem Jahr vorgestellt. Gerade für Eigenheimbesitzer ist das Thema Energieeffizienz in den eigenen vier Wänden von großem Interesse. Dazu stellen die Stadtwerke auch das aktuelle Förderprogramm für 2019 vor. Dieses umfasst viele attraktive Zuschüsse, zum Beispiel für eine Heizungsumstellung auf ein moderneres Gerät, für Wärmepumpen, Mini-Blockheizkraftwerke (BHKW), Solarthermieanlagen oder Haushaltsgeräte wie Erdgastrockner und Erdgasherd. Neben verschiedenen Herstellern sowie den Experten der Stadtwerke Witten werden das örtliche SHK-Handwerk und weitere lokale Betriebe vertreten sein. Wie sieht die ärztliche Hilfe bei urologischen Leiden heute aus? Welche Mittel stehen der modernen Urologie zur Verfügung? Hierüber berichten u.a. Prof. Dr. Andreas Wiedemann, Chefarzt der Klinik für Urologie am Ev. Krankenhaus Witten, und sein Team im Rahmen der regelmäßigen Fürhungen durch die Urologische Ambulanz. Diese finden an jedem zweiten Dienstag in geraden Monaten statt, also als nächstes am 12. Juni. Interessenten sollten sich den Termin vormerken. Sie erfahren Aufschlussreiches z.b. über die OP im 3-D- Verfahren und können sich ausgetattet mit 3-D-Brille und den entsprechenden Instrumenten auch als Operateure am Modell selbst versuchen. Auch die gutartige Prostatavergrößerung, das bekannte Männerleiden, ist ein Thema. Prof. Dr. Wiedemann wird erklären, warum zur Therapie dieses Leidens am EvK der Greenlight-Laser zur Anwendung kommt. Jenes Gerät also, das als schonendste Mittel zur Bekämpfung der gutartigen Prostatavergrößerung zurzeit überhaupt gilt. Treffpunkt ist um 18 Uhr im 1. OG der Klinik; eine vorherige Anmeldung ist nicht nötig. Wie ist es um die Venengesundheit bestimmt? Sind ggf. Kompressionsstrümpfe ratsam? Antworten auf diese Fragen gab es im Sanitätshaus CareCenter am Rheinischen Esel, das für Interessenten eigens einen Venendruckmess-Tag in seinen Rämlichkeiten durchführte. Dezember April

31 Gellisch in Witten WITTEN transparent Motto-Tag der FUK-Tagespflege bringt interessante Erkenntnisse an den Tag Glück, Zufriedenheit, Euphorie? Was älteren Menschen als wichtig und erstrebenswert erscheint Was bedeutet Glück? Was bedeutet Zufriedenheit? Diese Fragen standen im Mittelpunkt eines Motto- Tages, den die FUK Tagespflege im Wullener Feld für ihre Besucher durchführte. Wie immer, ging es dabei darum, dass die Senioren ihre Erfahrungen schildern, sich austauschen und sich mitteilen. Verblüffend diesmal war insbesondere für die jungen FUK-Mitarbeiter/ innen, die die Gäste der Tagespflege betreuen, dass die Meinungen zu genannten Themen wohl stark durch das Alter beeinflusst werden. Denn Äußerungen der Senioren zu diesem interessanten Themenkomplex zeigten, dass die überwiegende Zahl von ihnen nicht das überschäumende, euphorische Glück für erstrebenswert hält, sondern vielmehr die Zufriedenheit. Auch das, was als glücklich machend angesehen werden kann, unterscheidet sich bei den Älteren wesentlich von den Ansichten jüngerer Generationen, berichtet Pflegedienstleitung Rebecca Mensah. Während bei den jüngeren Menschen, die sich zu den Fragen äußerten, auch materielle Dinge als glücklich-machend genannte wurde, so war dies bei den Senioren nicht der Fall. Manch einer von ihnen ist froh, den nächsten Tag erleben zu, und glücklich, wenn er dann z.b. Kontakt zu seiner Familie hat, ggf. den Enkel sieht und evtl. noch an einer Familienfeier teilzuhaben. Also Dinge, die jüngere Menschen eher als Glück und Zufriedenheit Der Motto-Tag der Tagespflege der Wittener Familien- und Krankenpflege wurde unterstützt durch den Wittener Autorentreff. Das Bild zeigt Christine Laurenz-Eickmann, die eigene Texte passend zum Motto den Tagespflegegästen vortrug. alltäglich denn als glücklich-machend ansehen. Dass kleine Dinge des Alltags glücklich machen können, bleibt wohl vielen Menschen in jungen Jahren noch verborgen. Den meisten Senioren ist dem Vernehmen nach eine durchgängige Zufriedenheit, etwa darüber, sich mit seiner individuellen Alters-Situation arrangiert zu haben, sehr wichtig. Und natürlich die Gesundheit. Wenn auch nicht mehr topfit, so ist doch die Abwesenheit lebenszeit-minimierender Erkrankungen ein gewichtiger Grund, glücklich zu sein. Das, was eigentlich für Menschen jeden Alters gilt bzw. gelten sollte, wird im fortgeschrittenen Alter wahrscheinlich intensiver empfunden, so scheint es. Ein sehr aufschlussreicher Motto-Tag, dessen Ergebnisse insbesondere die jüngeren Menschen, die damit konfrontiert wurden, nachdenklich stimmen konnte. Alzheimer Präventionsstudie? Alzheimer ist durch eine fortschreitende Degeneration von Nervenzellen gekennzeichnet, welche 20 bis 30 Jahre vor dem Auftreten der ersten Symptome beginnt. Für eine klinische Studie zur Prävention von Alzheimer suchen wir gesunde Männer und Frauen zwischen 65 und 75 Jahren, ohne Gedächtnisprobleme. Es wird untersucht, wie man einen Krankheitsausbruch bei Menschen mit bestimmten Risikofaktoren hinauszögern oder evtl. verhindern kann. Die Entscheidung, ob Sie für diese Studie geeignet sind, trifft der Prüfarzt. Weitere Informationen erhalten Sie unter folgender Tel.-Nr.: Fax: oder Weitere Informationen im Internet unter Diakonissenstr Witten Diese Untersuchung ist den zuständigen Behörden angezeigt. Novartis ist Sponsor der Studie. Dezember 2010

32 32 - WITTEN transparent Gellisch in Witten Medizin Pflege Therapie Wir stärken den Rücken Bei Rückenbeschwerden sind Sie bei unseren Experten in guten Händen: Stationäre Akutschmerztherapie bei akuten Rückenschmerzen Multimodale Schmerztherapie bei chronischen Rückenschmerzen nach Einweisung durch unseren Kooperationspartner, die Gemeinschaftspraxis Orthopädie/Unfallchirurgie im Centrovital Physiotherapie, Massage / Lymphdrainage Manuelle Therapie Geräteunterstützte Krankengymnastik Bewegungsbäder Ergonomische Arbeitsplatzberatungen Klinik für Unfallchirurgie und Orthopädie Chefarzt Dr. Michael Luka Tel / Bereichsleitung Physiotherapie Linus Paelke Tel / Ev. Krankenhaus Witten Pferdebachstr. 27, Witten Zertifiziert nach DIN EN ISO 9001 Dezember 2010

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Author: Wyatt Volkman LLD

Last Updated: 10/21/2022

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